Einen Altbau renovieren oder sanieren
Einen Altbau zu renovieren ist schon eine schwierige Angelegenheit. Viele übernehmen sich schlichtweg mit den Ausgaben. Doch mit dem richtigen Partner an der Seite sieht das Unterfangen schon ganz anders aus. Ein Artikel über die richtigen Fachbetriebe und alte Gemäuer.

Den Altbau renovieren - keine leichte Angelegenheit, aber mit den richtigen Fachleuten zu schaffen. - © Richard Pflaume by Flickr.com
Die Entwicklung am Bau hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert. Es wird zum großen Teil nicht mehr neu gebaut, sondern viele ältere Immobilien werden wieder instand gesetzt oder umgebaut. Während Bauherren Angst davor haben, dass ihnen der Preis beim Neubau absacken könnte, unterliegen viele Käufer einem Trugschluss, wenn sie glauben zu wissen, was preislich beim Altbau Renovieren auf sie zukommt. Bei Veräußerungen schon gebauter Häuser steht der Kaufpreis zwar fest, jedoch werden die zukünftigen Kosten oft unterschätzt. Die neuen Besitzer übernehmen sich schlichtweg mit den Modernisierungsausgaben. Diese Kosten richten sich in erster Linie nach dem Erhaltungs- und Pflegezustand und hängen stark von der wirtschaftlichen Stärke einer Region ab. Es gibt jedoch Richtwerte, an denen sich ein potenzieller Käufer orientieren kann. Ein Malerfachmann der Innung, den Sie hier bei uns finden können, kann Sie dazu ausführlich und kompetent beraten. Bevor solche Richtlinien greifen, sollten zu Anfang ein paar grundlegende Fragen zur Renovierung des Altbaus und allgemein beantwortet sein.
In welchem Pflegezustand befindet sich das Gebäude? Ist es denkmalgeschützt? Wie sieht die Bausubstanz im Inneren aus – ist sie beschädigt? Wenn ja, inwieweit? Ist das Haus noch bewohnbar bzw. bewohnt? Sind die einzelnen Bestandteile noch erhalten (Heizung, Wasser- oder Gasleitungen, o.ä.)? Müssen auch die Fenster renoviert werden und wie hoch sind die Anschaffungskosten? Was sagt ein Fachmann zu den Modernisierungsausgaben? Was sagen Sachverständige über die Bauphysik und wie viel kostet ein Gutachten?
Altbau renovieren und sanieren – Gebäude aus der Vor- und Nachkriegszeit
Bei einem Haus aus der Nachkriegszeit um 1950 oder 1960 muss ein Bauherr damit rechnen, rund 40% des Kaufpreises in eine Sanierungsmaßnahme zu stecken. Ist diese vielleicht schon durchgeführt worden, hängen die Kosten davon ab, wann diese durchgeführt wurden. Ganz anders gestalten sich bei umfassenden Renovierungsarbeiten die Investitionen bei Häusern aus den Vorkriegsjahren um die Jahrhundertwende. Mehr als die Hälfte der Erwerbskosten sind hier noch einmal zu investieren – in andere, beispielsweise in heruntergekommene, unbewohnte Häuser weitaus mehr als 60%. Wenn diese Immobilien um die Wende in den Jahren 1980 – 1990 grundlegend erneuert wurden, kann man trotzdem noch davon ausgehen, 20% des Kaufpreises in eine Altbau Renovierung anzulegen. Selbst bei Häusern, die in dieser Zeitspanne neu gebaut wurden, kalkuliert man ein gutes Drittel an Reparaturkosten ein. Man kann zusammenfassend sagen, dass, je älter ein Gebäude ist, desto mehr investiert werden muss, um es instand zu setzen.
Wie hoch die Kosten eines Gutachten ausfallen, hängt von Schwierigkeitsstufe und Grundstücks- bzw. Gebäudewert ab. Eine Preistafel ist im § 34 Abs. 1 der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) zu finden. Wenn Sie einen Altbau renovieren, informieren Sie sich über die Preise eines Sachverständigengutachtens.
Altbau renovieren lassen
Der Keller ist sehr oft Sorgenkind bei den Renovierungsmaßnahmen. Statistiken besagen, dass rund 75% erhebliche Mängel aufweisen. Die Wände sind feucht. Feuchtigkeit aus dem Erdreich greift das Mauerwerk an und führt zum unangenehmen Schimmelbefall. Dabei werden die Hohlkehle und die Sockelzone, die sich unter dem Bodenniveau befinden, beschädigt. Oft ist poröses und bröckeliges Mauerwerk die Folge. Die Beseitigung solcher Schäden ist sehr kostspielig. Das heißt, der Grundrohbau wird rundherum aufgegraben und dann wird Ursachenforschung betrieben, bis das Problem der Nässe bekannt ist. Meist wird eine Drainage gelegt oder das Grundgerüst wird von Sockelleiste bis Hohlkehlbereich komplett erneuert.
Wenn das Gebäude an sich noch gut in Schuss ist, werden solche Bereiche trotzdem einer Kontrolle unterzogen, doch man orientiert sich mehr am Renovieren des Altbaus im Inneren der Räume. Diese sind meistens nur optisch wieder auf Vordermann zu bringen. Die alte Tapete an der Wand wird entfernt und der Putz aufgebrochen. Bei dieser Gelegenheit werden Stromleitungen und Sicherungskästen erneuert. In diesem Status kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen und auch sonstige Umbauten vornehmen, beispielsweise Regale in die Wand einbauen, Spots für optimale Beleuchtung installieren oder Durchbrüche für neue Türen reißen. Wenn Dielen abzuziehen sind und man sie neu versiegeln möchte, sollte dies auch in dieser Phase geschehen. Anschließend werden die Wände armiert und wieder neu gestrichen.
Wenn Sie günstig einen Altbau renovieren lassen wollen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass es sowieso kein günstiges Unterfangen wird und akut lieber mehr ausgeben. Tatsache ist: Ist man bei der Renovierung zu geizig, spart man am falschen Ende. Wenn sie einmal gründlich durchgeführt wird, haben Sie sehr lange Freude daran.
Wenn Sie Ihr Haus umfassend von einem Profi renovieren lassen möchten und noch Anregungen und Tipps brauchen, informieren Sie sich über die unverbindlichen und kostenlosen Angebote von Innungsbetrieben auf Maler.org. Hier finden Sie alles rund um Malerfachbetriebe.
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