CE Zeichen für Innen- und Außenputze
Qualität und gleichbleibender Standard sind im Malerhandwerk besonders wichtig. Sämtliche Farben eines Herstellers sollen aufeinander abgestimmt sein, die einzelnen Farbtöne ein identisches Mischungsverhältnis besitzen. Hierfür stehen Hersteller wie Brillux, Dyrup oder Caparol mit ihrem Namen. Aber auch auf dem internationalen Markt müssen die Produkte vergleichbar sein. Nur dadurch kann ein stabiler und fairer Konkurrenzkampf gewährleistet werden. Das CE Zeichen soll dazu helfen, einen europäisch einheitlichen und verbindlichen Standard für alle Hersteller zu schaffen. Mittlerweile gilt diese Kennzeichnung der EG nicht nur für Farben, Lacke und Lasuren. Auch für Innen- und Außenputze wird das CE Zeichen als Qualitätssiegel im April 2011 eingeführt.
Verwendungsrichtlinien für CE Zeichen
Entgegen den vorherrschenden Meinungen dürfen ab April des kommenden Jahres keine Putze mehr vertrieben werden, die nicht mit dem CE Zeichen versehen wurden. Diese Regelung trifft sowohl für Innenputze als auch für Außenputze mit organischen Bindemitteln zu. Weiterhin wurde festgelegt, dass neben der Kennzeichnung auch die maßgebenden Kennwerte des Putzmörtels benannt werden. Die Einzelnachweise sind gemäß EN 15824 zu deklarieren. Hierbei müssen die Wasserdampfdurchlässigkeit nach EN ISO 7783-2, die Wasseraufnahme gemäß EN 1062-3, die Haltefestigkeit nach EN 1542, die Dauerhaftigkeit nach EN 13687-3, die Wärmeleitzahl nach EN 1745 und das Brandverhalten gemäß EN 13820 ausgewiesen werden.
Neben den Produkteigenschaften stehen auch die unter den 30 Vertragsstaaten festgelegten Sicherheitsstandards, die Gesundheits- und Umweltschutzrichtlinien im Blickpunkt. Auch in puncto Energieeinsparungen existieren konkrete Auflagen. Um die Standards erreichen zu können, wurde eine Übergangsfrist bis April 2011 eingeräumt, in der die EN zwar Gültigkeit besitzt, deren Einhaltung jedoch noch nicht überprüft wird.
CE Zeichen durch Plagiate bedroht
Um das CE Zeichen bekommen zu können, muss jedes Produkt ein Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen. Dennoch kommt es immer wieder zu Verstößen gegen die Richtlinien. Besonders Produkte aus dem außereuropäischen Ausland drängen auf den Markt und erschweren dem Kunden die Vergleichbarkeit.
Das CE Zeichen wird besonders oft durch asiatische Hersteller kopiert. Dabei unterscheidet sich die Kennzeichnung nur beim genauen Betrachten von dem Original. Hierbei wird die Abkürzung, die eigentlich für „Conformité Européenne“ oder „Certified for Europe“ steht, in „China Export“ umbenannt. Abzuwarten bleibt, wie die Europäische Gemeinschaft gegen diese Art der Produktpiraterie vorgeht.
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