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Maler in Chemnitz: traditionelles Handwerk im Freistaat Sachsen

Im Westen des Freistaates Sachsen und am Nordrand des Erzgebirges gelegen, ist, die mit rund 240.000 Einwohnern drittgrößte Stadt Sachsens, neben Zwickau das wichtigste Kultur- und Industriezentrum der Region. Chemnitz blickt auf eine über 800jährige spannende und wechselvolle städtische und architektonische Geschichte zurück (erste urkundliche Erwähnung 1143), in der die hiesigen Maler eine entscheidende Rolle spielten.

Herausforderung einer sozialistischen Musterstadt

Chemnitz war während des Zweiten Weltkriegs als Herstellungsort des Panzerkampfwagens VI Tiger ein entscheidender Wirtschaftsstandort. Aus diesem Grund konzentrierten sich die amerikanischen Angriffe zum Ende des Krieges auf die Rüstungsbetriebe und Bahnhöfe. Im Zuge der schweren britischen Bombardierungen im Februar und März 1945 wurde dagegen vor allem die Innenstadt stark beschädigt. Insgesamt fielen rund 7360 Tonnen Bomben auf die sächsische Stadt. Dabei fiel der Denkmalbestand (Kirchen, öffentliche Gebäude, historische Innenstadt) den Bombardierungen fast vollständig, der Wohnungsbestand zu einem Viertel, zum Opfer. In der Wiederaufbauphase spielten die historischen Vorgaben und der Erhalt alter Bausubstanz nur eine minimale Rolle – im Vordergrund stand die zügige Schaffung von Wohnraum. Viele alte Straßenzüge und Baudenkmäler verschwanden daher aus dem Stadtbild. Diesen besonderen Anforderungen mussten sich auch die Maler in Chemnitz unterwerfen.

Mit der prestigeträchtigen Umbenennung 1953 in Karl-Marx-Stadt begann der Umbau Chemnitz` in den Prototypen einer sozialistischen Stadt. Der bisherige Grundriss der Innenstadt wurde durch ein neues Straßennetz ersetzt. Durch diese Veränderungen verschwand das eigentliche Stadtzentrum und wurde in den folgenden Jahren auch nicht adäquat ersetzt. Bei den Planungen wurde der Denkmalschutz vollständig den sozialistischen Vorgaben untergeordnet. Hauptaugenmerk lag auf dem Bau großflächiger Wohngebiete in Plattenbauweise mit nüchterner Fassadengestaltung. Erst mit der Wiedervereinigung 1990 geriet die Planung einer richtigen Chemnitzer Innenstadt erneut in den Fokus der Aufmerksamkeit. Die folgenden Entwicklungen auf den innerstädtischen Brachflächen sind nur mit denen am Potsdamer Platz in Berlin vergleichbar. 2006 erhielt Chemnitz für die neugeschaffene Innenstadt mit ihren zahlreichen Einzelhandelsflächen den zweiten Platz beim internationalen Immobilienpreis der Städte.

In den letzten Jahren gewann ebenfalls die Sanierung der noch vorhandenen Altbausubstanz der Gründerzeit und Jugendstilbauten (in den Stadtteilen Kaßberg, Sonnenberg, Schloßchemnitz) an Bedeutung. In vorwiegend privaten Initiativen wurden die repräsentativen Bauten mit der originalen Fassadenfarbe wiederhergestellt. Für Maler bietet Chemnitz mit der modernen Infrastruktur ideale Voraussetzungen für ein breites Betätigungsfeld.