Aktuell: Die Entstehung des Deutschen Maler und Lackierer Museums Hamburg
Die Vielzahl deutscher Museen ist besonders groß. Ob bildende Kunst, Technik oder Hobby – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Aber wussten Sie schon, dass es in Hamburg auch ein Museum für den Beruf der Maler und Lackierer gibt? Maler.org stellt Ihnen das Deutsche Maler und Lackierer Museum vor.
Bereits 1981 keimte bei den Mitgliedern der Hamburger Maler- und Lackiererinnung der Gedanke, die über 800-jährige Geschichte der Malerzünfte, Innungen und Malerämter zu dokumentieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf Anregung des damaligen Hamburger Obermeisters Joachim Germann wurde dann der Beschluss gefasst, ein Hamburger Maler und Lackierer Museum zu gründen. Im Laufe der nächsten Jahre trugen die Beteiligten aber so viele Ausstellungsstücke zusammen, dass man beschloss, die umfangreiche Sammlung in ein Deutsches Maler und Lackierer Museum zu überführen. Und so wurde am 18. Mai 1984 das Museum feierlich im Zuge eines großen Festaktes feierlich eröffnet. Die Geschichte des Malerhandwerks war damit für jeden zugänglich geworden. Im liebevoll restaurierten Billwerder Glockenhaus aus dem Jahr 1600 kann nun wertvolles Kulturgut rund um das Malerhandwerk bestaunt werden, von dem Einiges sicherlich sonst in absehbarer Zeit verloren gegangen wäre.
Ein Rundgang durch das Deutsche Maler und Lackierer Museum in Hamburg
Das Deutsche Maler und Lackierer Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Einblick in das Malerhandwerk zu vermitteln. Dazu gehört natürlich auch ein Überblick über die Geschichte der Zünfte, die der Besucher im Fahnensaal des Museums beginnen kann. Zunft- und Innungsfahnen aus mehreren Jahrhunderten lassen sich dort bewundern. Die teils florale Wandgestaltung wurde durch Wandmalereien vorgenommen.
Im Zunftsaal können die Besucher Urkunden und Schriftstücke aus der Zunftgeschichte bestaunen, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Der Saal ist zudem mit prächtigen Stuckarbeiten ausgeschmückt, welche ein Zeugnis der hohen Handwerkskunst der Maler ablegen. Auch die anderen Räume des Museums bieten einen spannenden Einblick in die Geschichte dieses alten Handwerksberufes.Traditionelle Malertechniken werden gezeigt. Marmorieren, Spachteln, wertvolle Tapeten erfreuen sich aktuell auch wieder einer großen Nachfrage. Ein Besuch im Deutschen Maler und Lackierer Museum ist in jedem Fall lohnenswert!
Das Deutsche Maler und Lackierer Museum ist von Februar bis November immer samstags und sonntags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 4 Euro, Gruppenführungen sind nach Anmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten – möglich.
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