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Mauerwerkstrockenlegung

Feuchte Wände und deren Bekämpfungsmöglichkeiten

Feuchte Wände können ein gravierendes Problem darstellen! Aber was können Sie dagegen tun? Welche Möglichkeiten gibt es, sie los zu werden oder überhaupt erst zu verhindern? Das Wichtigste dabei ist, den Sachverständigen einen prüfenden Blick darauf werfen zu lassen. Mehr dazu hier auf Maler.org.

Feuchte Wände

Feuchte Wände sind eine Gefahr für die Bausubstanz - © Dipl. Ing. Anja Weigel

Feuchte Wände sind ein gravierendes Problem für die Bausubstanz eines Gebäudes. Werden sie nicht rechtzeitig bemerkt und wird nicht schnellstmöglich eine Sanierung und die Trockenlegung des Mauerwerks eingeleitet, können die Wände so nachhaltig geschädigt werden, dass die Statik des Hauses beeinträchtigt wird. Ein weiteres Problem ist, dass feuchte Wände die Schimmelbildung fördern. Ist der Wasserschaden unbemerkt geblieben, breitet sich schnell gesundheitsgefährdender Schimmel an der Wand aus.

Feuchte Wände erkennen und verhindern

Im Grunde genommen kann das ganze Haus von feuchten Mauern betroffen sein. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, eine schnelle Wasserschadensanierung durch einen qualifizierten Fachbetrieb in jedem Fall notwendig. Erkennen können Sie Feuchtigkeit im Mauerwerk an muffigem Geruch oder dunklen Flecken an der Tapete. Bei andauernder Feuchtigkeit kann sogar großflächiger Schimmelbefall entstehen. Bleibt dieser lange unbemerkt, weil er sich zum Beispiel hinter einer Schrankwand ausbreitet, besteht das Risiko von Gesundheitsschäden. Deshalb sollten Sie feuchte Wände schon bei ersten Anzeichen durch einen Experten identifizieren und geeignete Sanierungsmaßnahmen durchführen lassen.

Feuchte Wände im Keller

Kellerräume können durch aufsteigendes Wasser aus dem Erdreich nass werden. Aber auch Hochwasser oder Starkregen, eine ausgelaufene Waschmaschine oder ein geplatztes Rohr können die Ursache für feuchte Wände im Untergeschoss sein. Zudem ist es möglich, dass ein feuchter Keller auch durch eine mangelnde oder beschädigte Bauwerksabdichtung entsteht. In jedem Fall ist es schwierig, stehende Feuchtigkeit aus dem Keller entfernen zu lassen – sie muss abgepumpt werden. Da Kellerräume in der Regel nicht beheizt sind und auch nicht so gut zu lüften sind, wie oberirdisch gelegene Räume, muss hier schnell gehandelt werden, damit das Wasser nicht in den Kapillaren des Mauerwerks aufsteigt und weitere Räume bedroht. Wollen Sie den Keller trockenlegen, sind die Kosten meist höher als bei einer Trocknung des Erdgeschosses. Aber eine Kellersanierung ist in so einem Fall unumgänglich.

Feuchte Wände im Haus

Hochwasser kann nicht nur den Keller treffen, oft ist auch das Erdgeschoss von so einer Naturkatastrophe betroffen. Aber nasse Wände können auch eine Folge eines Schadens am Dach sein. Ist das Dach undicht, regnet es oft über längere Zeit unbemerkt hinein. Dann läuft es von dort mitunter auch in die daruntergelegenen Etagen. Aber natürlich kann auch ein defektes Wasserrohr oder eine übergelaufene Badewanne die Schäden verursachen. Besonders bei modernen Häusern, bei denen die Zwischendecken aus Betonplatten bestehen, läuft das Wasser oft über eine große Fläche und verteilt sich im Mauerwerk. Sobald ein Schaden bemerkt wurde, sollte in jedem Fall durch geschulte Augen inspiziert werden, ob sich an den dahinterliegenden Wänden auch Wasserflecken gebildet haben.

Wohnt man zur Miete, sollten Sie sich von einem Sachverständigen verifizieren lassen, damit man eine Mietminderung wegen der feuchten Wände beim Vermieter einfordern kann. Des Weiteren sollten Sie ganz klar fordern, dass der Schaden so schnell wie möglich behoben wird und alle Einrichtungsgegenstände, die durch das Wasser in Mitleidenschaft gezogen wurden, ersetzt werden. Der Vermieter kann diesen Schaden bei seiner Versicherung geltend machen. Sollte der Vermieter es nicht für nötig befinden, die feuchten Wände zu beseitigen, bleibt die Überlegung, ob es gesundheitlich nicht sinnvoller ist, diese Wohnung zu kündigen und umzuziehen. Provisionsfreie Wohnungen zur Miete findet man bei wohnungsbörse.net.

Die Sanierungsmöglichkeiten mit feuchten Wänden

feuchte Wände Schimmel

Feuchte Wände können auch eine gesundheitsgefährdende Schimmelbildung verursachen © heartbeaz by flickr.com

Es ist unbedingt notwendig, einen Spezialisten hinzuziehen, der die Ursachen der feuchten Wände beseitigt und eine Mauertrockenlegung durchführt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Sanierung. Zum einen wird der Experte vorhandene Feuchtigkeit trocknen und zum anderen Maßnahmen zur Prävention einer erneuten Durchfeuchtung einleiten. Eine Bautrocknung durch einen Innungsbetrieb hilft dabei. Hierzu bieten die Spezialfirmen verschiedene Techniken an.

Feuchte Wände – die Bautrocknung

Bei der Mauerwerkstrockenlegung mit Mikrowellen-Technik werden die Wassermoleküle im Mauerwerk so stark erhitzt, dass sie von innen nach außen verdampfen. Ein ähnlicher Effekt kann durch die Infrarottrocknung herbeigeführt werden. Die Feuchtigkeit gelangt dabei in die Raumluft, wo sie mittels Kondenstrocknern aufgefangen wird. Diese Techniken haben den Nachteil, dass sie sehr aufwendig sind und zudem großes Gerät in die feuchten Räume geschafft werden muss.
Eine andere Art der Bautrocknung ist die elektrophysikalische Mauerwerkstrockenlegung – die Elektroosmose. Bei dieser Technik werden Elektroden an die Wand angelegt. Die so entstehende elektrische Spannung soll dazu führen, dass die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk gezogen wird. Allerdings ist die Wirkung dieses Verfahrens gegen feuchte Wände bei Fachleuten stark umstritten.

Feuchte Wände verhindern

Wollen Sie feuchten Wänden in der Zukunft vorbeugen, gibt es auch hier verschiedene Möglichkeiten, die der Fachmann durchführen kann.
Die vertikale Mauertrockenlegung ist eine Möglichkeit aufsteigendes Wasser zu verhindern. Hier kann mit einer Horizontalsperre aus Chromstahlplatten, die am Boden in das Mauerwerk eingebracht werden, verhindert werden, dass Wasser in den Kapillaren der Mauer aufsteigt. Eine alternative Methode ist die Horizontalsperre mittels Injektionsverfahren. Hier wird eine Chemikalie, wie beispielsweise Kaliwasserglas, Kaliummethylsiliconat oder eine Siliconmikroemulsion in vorgebohrte Löcher eingebracht und verteilt sich im Mauerwerk. Diese Methode soll ebenfalls verhindern, dass das Wasser im Mauerwerk aufsteigt.
Auch ein Sanierputz kann helfen, feuchte Wände zu trocknen. Allerdings ist er nur bei einer leichten Durchfeuchtung der Wände geeignet.
Auch das Anbringen von Dampfsperren beziehungsweise Dampfbremsen im Mauerwerk,
hilft eine erneute Durchfeuchtung der Wände zu vermeiden und die Luftfeuchtigkeit besser abzuleiten. Firmen vom Fach der Innungsbetriebe beraten hier sehr gut und wissen, was zu tun ist.

Eine sehr nachhaltige Lösung, vor allem bei Kellerfeuchtigkeit, ist eine Bauwerksabdichtung. Eine Außenabdichtung der Kellerwände, die aus mehreren Schichten von Abdichtschlämmen besteht, die mit einer Bitumenschicht versiegelt werden, schützt das Mauerwerk vor von außen eindringender Feuchtigkeit. Allerdings ist diese Methode sehr aufwendig, da zuerst das Fundament freigelegt werden muss.

Ist das Mauerwerk durch die Feuchtigkeit schon irreparabel geschädigt, kann es sogar nötig sein, dass eine komplette Wand entfernt und erneuert werden muss. Bei diesem sehr teuren und aufwendigen Verfahren besteht allerdings die Gefahr, dass es zu Rissen und Absenkungen am Mauerwerk kommt.

Die Hilfe vom Spezialisten bei feuchten Wänden

Damit sich kein Schimmel an den feuchten Wänden bildet, sollte bei einem Wasserschaden schnell und professionell gehandelt werden. Ein Spezialist verfügt über das notwendige Know-how und die Erfahrung, um die Mauern wieder zu trocknen. Sollten Sie ein Problem mit feuchten Wänden haben, können Sie sich an den Fachmann aus Ihrer Region wenden. Hier auf Maler.org erhalten Sie unverbindliche Angebote.

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Eine Antwort zu "Feuchte Wände und deren Bekämpfungsmöglichkeiten"
  • Bromm Edmund 8. Juli 2011 um 13:41

    Vorsicht bei Zauberkästchen oder „Elektroosmose”
    Unter diesen Begriffen werden Verfahren zusammengefasst, mit deren Hilfe der Feuchtetransport durch Einwirkung elektrischer Felder behindert oder unterbunden werden soll.
    Es ist eine der sonderbarsten Erfindungen in den letzten Jahren.
    Es tauchen immer wieder Anbieter mit sehr „umweltfreundlichen und schonenden” Sanierungsmethoden auf.
    Dabei soll mittels elektrischer (oder sonstiger) Energie das Wasser in das Erdreich zurückgedrängt werden.
    Man kann von Schwindelei ausgehen, denn es wird von einigen Herstellern versprochen, mit so genannten Erdstrahlablenkgeräten oder Verstärkern von Raumenergie eine Haustrockenlegung zu bewirken.
    Dass in diesen Geräten so gut wie nichts Technisches enthalten ist, ist leicht verständlich: Die Erzeuger geben vor, Energien zu benützen, die außer ihnen niemand kennt.

    Was sagt die Wissenschaft?
    Die Wissenschaft befasst sich seit gut 30 Jahren mit Feuchtigkeit in Mauern und kennt die Zusammenhänge sehr gut.
    die „Saugfähigkeit” der üblichen Baustoffe ist gut erforscht. Diese ergibt sich aus den Parametern:
    • Anzahl und Verzweigung der Kapillaren
    • Durchmesser, nach Größe und Häufigkeit eingeteilt
    • Oberflächenbenetzung dieser Kapillaren
    Durch Versuche an den Hochschulen in Delft, (NL) sowie an der E.T.H. in Lausanne und Zürich (CH) durch Professor F. H. Wittmann wurde genau ermittelt, in welcher Zeit, wie viel Liter Wasser „aufgesaugt” werden, und außerdem, wie hoch dann diese Feuchtigkeit „aufsteigen” kann.
    Durch diese Strömung bildet sich ein elektrisches Potential aus, das „Strömungs-potential“.
    Rein rechnerisch kann sich eine „Saugleistung“ von 60 plus/minus 30 Volt ergeben.
    Jetzt kann man sich im Einzelfall darüber streiten, ob nun 30 oder besser 90 Volt richtig sind.
    Will man den Kapillareffekt überwinden, muss eine größere Kraft aufgewendet werden als die der Saugfähigkeit – das wird jedoch auch einem Laien klar.

    Eine andere neue Untersuchung von Scherpke und Schneider an der Universität Wien kommt zum Ergebnis: Es kann davon ausgegangen werden, dass mit Mauerwerktrockenlegungsverfahren, die ausschließlich auf der Ausnutzung elektroosmotischer Feuchtetransporteffekte im Sinne dieser Arbeit beruhen, an Baustoffen mit üblichen Porenradienverteilungen sowie baupraktisch relevanten Feuchte- und Salzgehalten keine signifikanten Trocknungseffekte zu erwarten sind, bestenfalls im Bereich von einem oder zwei Zentimetern. Jedoch ist hierbei auch darauf zu achten, dass beim Anlegen höherer Spannungen eine Gefährdung für Mensch und Tier gegeben ist. Es kann niemand kontrollieren, dass nur die Feuchte in den Mauern nach unten oder außen gedrängt wird, ohne nicht gleichzeitig den menschlichen Körper negativ zu beeinflussen.
    Es ist somit absoluter Nonsens, mit irgendeinem elektrophysikalischen Verfahren, mit Spannungen z.B. von 5-10 Volt oder gar mit irgendwelchen unbekannten Wellen, die auf Mauern strahlen, einen signifikanten Effekt erreichen zu wollen.
    Es gibt aber noch die eine Erscheinung, die die gewünschte Funktion verhindern, nämlich das Zetapotential. Es ist dies der Effekt, der dadurch entsteht, dass eine Ladungstrennung an den Kapillaroberflächen stattfindet, sobald Flüssigkeit in einer Kapillare transportiert wird. Dabei sind die Effekte des Saugens bei Ziegel und Kalkmörtel unterschiedlich. Eine Spannung, die Wasser im Ziegel hinunterdrückt, hebt das Wasser im Mörtel in die Höhe.
    Eine weitere Problematik ergibt sich aus dem bekannten Effekt, dass Wasser bei Anlegen von Spannungen von über 1,3 Volt zersetzt wird. Dabei kommt es zu einer Aufspaltung: an der Anode entsteht naszierender Sauerstoff, der sehr aggressiv ist, deswegen kommt es auch sofort zu einer Korrosion der Elektroden. An der Kathode wird Wasserstoff erzeugt, der mit Sauerstoff ab 4 Prozent Knallgas ergibt.
    All das sind klassische, physikalische Werte. Die Ergebnisse sind verbindlich und nachvollziehbar. Von anerkannten Fachleuten durchgeführte Kontrolltests bestätigen diese Ergebnisse eindeutig.

    Es gibt sicher Objekte bei denen eine Verbesserung eingetreten ist, jedoch wurde dies von keinem öffentlich anerkannten Institut geprüft. Es wird meist nicht erwähnt:
    • welche sonstigen baulichen Maßnahmen noch durchgeführt wurden
    • an keinem der genannten Referenzobjekte ist eine nachprüfbare, objektive Dokumentation möglich
    • niemand weiß, wie feucht diese Objekte waren
    • und vor allen Dingen, worauf diese Veränderungen zurückzuführen sind

    Es ist einfach nicht zu glauben, wie auch gebildete Menschen auf all auf diese Heilsversprechungen hereinfallen.

    Woran liegt es, dass:
    auch Vertreter von Behörden so etwas zulassen?
    Menschen ohne weitere Prüfung sehr viel Geld ausgeben?
    Die Zahl der Anbieter immer mehr wird?

    Mögliche Erklärungen sind:
    - Man lässt sich von Zahlen blenden – viele tausend Objekte (oft im Ausland die keiner überprüft hat) wurden bearbeitet.
    -Man lässt sich von den Bewohnern der Referenzobjekte überzeugen, die wichtige Tatsachen und Zusatzkosten verschwiegen. Man darf unterstellen, dass viele Besitzer der Referenzobjekte für ihre verkaufsfördernden Gespräche Preisnachlässe erhalten haben.
    Man weiß aber auch, dass niemand zugeben will, dass er übertölpelt wurde, dass er Geld hinausgeworfen hat, dass seine Entscheidung falsch war.

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