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Putz und Verputzen

Fresko – Maltechnik aus Italien

Fresko in Udine

Fresko in Udine – © Dieter Schütz by pixelio.de

Der Begriff Fresko stammt ursprünglich aus dem italienischen und beschreibt eine Malerei auf frischem Putz. Fresko oder auch Freskomalerei ist eine spezielle Maltechnik, bei der Farben in Kalkwasser angerührt und anschließend auf den frischen Putz aufgetragen werden. Beim Trocknen (Carbonatisieren) verbindet sich die Farbe mit dem Putz, wobei sie nahezu unlöslich in die Oberflächenstruktur einzieht. Dieser Vorgang wird auch Entsinterung genannt. Diese Technik hat den großen Vorteil, dass die Farbe nicht wie bei der Seccomalerei abblättern kann. Auch kann somit eine lang anhaltende hohe Farbintensität sichergestellt werden. Das fertige Bild wird dann Freske genannt.

Maler, die sich auf Fresko spezialisieren (Freskomaler oder Feskant), zeichnen sich durch Genauigkeit und eine hohe Geschwindigkeit bei der Arbeitsausübung aus. Die Farbe muss zeitlich gesehen sehr früh auf den Putz aufgetragen werden. Nachdem die Farbe getrocknet ist, gibt es keine Korrekturmöglichkeiten. Daher werden nur einzelne Abschnitte, Motive, Rosetten oder Stuckelemente mit einem Fresko versehen. Besonders problematisch ist anschießend der Übergang vom Fresko zum restlichen Putz. Die mit der Freskotechnik bemalten Elemente müssen vorsichtig in die bestehende Struktur eingelassen werden, um Schäden vermeiden zu können.

Ursprung der Freskomalerei

Die Freskomalerei hat ihren Ursprung in der Antike. Bereits im Römischen Reich wurde das Fresko-Verfahren angewendet. Beispiele hierfür finden sich in Pompeji und Rom wieder. Nachdem im Mittelalter Fresko mit Seccomalerei vermischt wurde, hielten sich die Maler und Stuckateure der Renaissance und dem Barock wieder an das ursprüngliche Verfahren. In der Sixtinischen Kapelle sind die besonderen Meisterwerke von Michelangelo und Raffael sehr gut erhalten geblieben.

Das größte Fresko befindet sich im Treppenhaus der Würzburger Residenz und hat eine Größe von 677 m². Das Gemälde wurde 1752/53 von dem venezianischen Maler Giovanni Battista Tiepolo angefertigt.