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Mauerwerkstrockenlegung

Horizontalsperre im Eigenheim

Das, was nur wenige wissen: Die Horizontalsperre ist der versteckte Verbündete im Mauerwerk, um sickerndem Wasser die Stirn zu bieten. Maler.org klärt auf, welche Weise diese verbaut werden und welche Bautechnik heute verwendet wird.

Horizontalsperre

Horizontalsperre im Mauerwerk - © WDWD by Wikimedia

Feuchtigkeit im Wohnraum ist der Albtraum eines jeden Eigenheimbesitzers. Feuchte Wände führen über längere Sicht automatisch zur Bildung von Schimmelpilzen. Da Schimmel für den Menschen zur gesundheitlichen Belastung werden kann, raten Experten dazu, bereits im Vorfeld tätig zu werden. Auch die Dämmeigenschaften der Gebäudehülle werden durch Feuchtigkeit im Mauerwerk negativ beeinflusst. Eine Horizontalsperre hat die Aufgabe, das Aufsteigen von Flüssigkeit (beispielsweise durch Bodenfeuchtigkeit oder Grundwasser) im Mauerwerk zu vermeiden. In jedem Mauerwerk existieren Kapillaren, durch die Feuchtigkeit aufgrund ihrer Oberflächenspannung aufsteigen kann. Durch diesen Sog-Effekt kann die Feuchtigkeit nahezu überall hin aufsteigen und flächendeckend zu Problemen führen.

Um zu verhindern, dass sich die Feuchtigkeit unbemerkt ausbreiten kann, werden Gebäude mit einer Horizontalsperre ausgestattet. Diese Schichten sollen das weitere Aufsteigen des Wassers verhindern. Bei Neubauten wird die Horizontalsperre von Beginn an eingebaut. Ältere Gebäude dagegen sind eher selten mit dieser bautechnischen Vorrichtung ausgestattet. Hier muss oftmals nachträglich eine entsprechende Schicht eingebaut werden.

Material der Horizontalsperre

Bei Neubauten werden in der Regel Bitumenbahnen verwendet. Diese werden auf einer glatten Unterlage, wie einer Mörtelschicht befestigt. Alternativ können auch Schichten aus Stahl, Spezialmörtel oder Kunststoff verwendet werden. Bei unterkellerten Gebäuden werden mehrere Schichten in unterschiedlicher Höhe eingebaut. Dadurch kann sichergestellt werden, dass auch an den Seiten eindringendes Spritz- oder Sickerwasser nicht oberhalb der Sperre ins Mauerwerk eindringen kann. Die oberste Schicht der Horizontalsperre im Keller sollte dabei oberhalb des Erdreichs angebracht werden.

Horizontalsperre nachträglich einbauen lassen

Sollte ein feuchter Keller bei einem älteren Gebäude festgestellt werden, bleibt meist nichts anderes übrig als nachträglich eine Horizontalsperre einbauen zu lassen. Dabei kann eine Mauerwerkstrockenlegung im Sägeverfahren durchgeführt werden. Hierbei wird an einer Fuge mit einer Säge ein Spalt gesägt, in den anschließen die Horizontalsperre eingesetzt wird. Hierfür werden mit Masse PE-Fiberglas- oder Edelstahlplatten verwendet. Die Platten werden verkeilt und das Loch anschließend wieder verschlossen. Dieses Verfahren wird auch als mechanisch horizontale Mauerwerkstrockenlegung bezeichnet.

Ein ähnliches Verfahren ist das Einschlagen von Chromstahlplatten in eine Lagerfuge (Chromstahlblechverfahren). Hierbei wird eine ca.1,5 mm dicke Nirostastahl-Platte (rostfreier Stahl) in das Mauerwerk geschlagen, ohne dass der Untergrund vorher geöffnet wird. Der Mörtel wird verdrängt, wobei es zu keiner Setzung des Mauerwerks kommt. Durch die Schläge, die bei dieser Methode ausgeführt werden, kann es zu kleinen Rissen im gesamten Mauerwerk des Hauses kommen.

Horizontalsperre durch Injektion

Alternativ kann die Bauwerksabdichtung auch im Injektionsverfahren erfolgen. Hierbei wird eine Horizontalsperre mit Flüssigkunststoff (Alkalisilikate) erzeugt. Dazu werden Löcher in die Wand gebohrt, in die die flüssige Rohmasse eingefüllt wird. Diese verteilt sich anschließend im Mauerwerk, verschließt so die Kapillaren und bildet letztendlich eine geschlossene Schicht. Grundsätzlich kann die Horizontalsperre durch Injektion mit und ohne Druck erzeugt werden. Beim Verfahren mit Druck wird das Material mit bis zu 13 bar in das Mauerwerk eingepresst. Ohne Druck kann die Masse durch die Schwerkraft in die Mauer eindringen. Dazu müssen die Löcher allerdings schräg nach unten gebohrt werden. Durch den geringen Druck breitet sich die Masse jedoch meist nur in größeren Hohlräumen aus. Dadurch kann es durchaus zu Lücken in der Sperre kommen.

Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert das Bohrkernverfahren. Hier werden vorgebohrte Löcher mit Mörtel gefüllt, wobei die Bohrungen so erfolgen, dass sie sich überschneiden und somit nach dem Einfüllen letztendlich eine durchgehende Sperrschicht vorhanden ist.

Horizontalsperre vom Experten einbauen lassen

Um beim Keller trockenlegen Kosten zu sparen ist es dringen notwendig, einen Fachmann zurate zu ziehen. Dieser kann den Umfang des Schadens feststellen, die Ursache erforschen und dann das geeignete Verfahren festlegen. Dadurch können für den Einbau einer effektiven Horizontalsperre unnötige Kosten vermieden werden.

Haben Sie Feuchtigkeit im Keller oder nasse Wände im Wohnraum? Zögern Sie nicht, denn eine anschließende Schimmelpilzsanierung kann teuer werden. Lassen Sie sich hier auf Maler.org unverbindliche Angebote von Experten aus Ihrer Region erstellen. Durch diesen kostenfreien Service können Sie viel Geld sparen. Vergleichen Sie die Angebote noch heute!

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