Kalziumsilikatplatten dämmen Innen- und Außenwände

Kalziumsilikatplatten können zur Innen- und Außendämmung eingesetzt werden - © clever&Smart by Flickr.com
Kalziumsilikatplatten, auch Calciumsilikatplatten, sind preisgünstige Bauplatten, die hauptsächlich für die Wärmedämmung genutzt werden. Sie werden aus überwiegend mineralischen Grundstoffen, wie Siliziumoxid, Calziumoxid, Zellulose und Wasserglas hergestellt. Kalziumsilikatplatten eignen sich sowohl für die Wärmedämmung Innen als auch für die Fassadendämmung.
Kalziumsilikatplatten und ihre Eigenschaften
Kalziumsilikatplatten haben im Bereich der Dämmung einige hervorragende Eigenschaften: Sie lassen sich recht einfach verarbeiten, sind baubiologisch vorteilhaft, schallhemmend, nicht brennbar, wegen ihres hohen PH-Werts sehr gut gegen Schimmel einsetzbar und lassen sich leicht verarbeiten. Zudem ist der Einbau einer Dampfbremse oder von Dampfsperren bei Wärmedämmung mit Kalziumsilikatplatten überflüssig. Im Winter heizen sich die formstabilen Platten sich schnell und stark auf, was dazuführt, dass auch die Innenwände sich aufwärmen und so weniger Heizenergie benötigt wird. Die Platten kann man, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, umweltfreundlich entsorgen.
Kalziumsilikatplatten haben jedoch auch einige Nachteile, die man berücksichtigen sollte, wenn man eine Wärmedämmung anbringen will, bei der man diese Art von Platten nutzt. Sie haben eine höhere Wärmeleitfähigkeit als andere Dämmstoffe und von daher eine niedrigere Wärmespeicherkapazität. Zwar sind sie in der Verarbeitung relativ preiswert, der Kaufpreis jedoch recht hoch. Einzelne Platten von etwa 50 x 15 cm kosten etwa zwischen 3,50 und 7 Euro. Will man nach einer Fassadendämmung mit Kalziumsilikatplatten schwerere Gegenstände an der Außenwand anbringen, muss man diese im Mauerwerk verankern, da die Platten das Gewicht sonst nicht halten würden. Auch bei der Auswahl der Wandoberflächengestaltung ist man bei Kalziumsilikatplatten eingeschränkter als bei anderen Dämmsystemen.
Kalziumsilikatplatten so werden sie verarbeitet
Wenn man unsicher ist, wie man das eigene Haus energieeffizient sanieren lassen soll, kann man für die Wärmedämmung einen Gutachter bestellen. Dieser kann eine thermografische Aufnahme des Hauses machen, und so die Schwachstellen in der Isolierung feststellen. Er kann die Kosten der Wärmedämmung berechnen und Ratschläge zu einer effizienten Dämmung geben. Auch in Bezug auf die Beantragung von Fördergeldern, wie die der KfW-Bank kann der Gutachter beraten.
Hat man sich für eine Innenraumdämmung mit Kalziumsilikatplatten entschieden, oder muss die Dämmung der obersten Geschossdecke vorgenommen werden, sollte man einen Fachmann zur Durchführung der Arbeiten hinzuziehen, anstatt die Wärmedämmung selber zu machen. Dieser kann die Innendämmung befestigen, indem er die Platten auf die richtige Größe zu sägt und mit dem Punkt-Wulst-Verfahren mittels eines Spezialklebers verlegt. Im Anschluss kann die Oberfläche mit einem Mineralputz versehen werden. Benutzt man die Calziumsilikatplatten zur Innendämmung, können sie im Anschluss mit Silikatfarbe überstrichen oder tapeziert werden.
Kalziumsilikatplatten werden von verschiedenen Firmen produziert. Hersteller sind unter anderem die Firmen Knauf und OBO Bettermann. Wenn Sie einen versierten Fachmann in Ihrer Region suchen, der die Wärmedämmung an Ihrem Haus vornehmen kann, lassen Sie sich bei Maler.org ein kostenloses Angebot erstellen.
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