Kerndämmung als Außenwanddämmung

Kerndämmung kann bei einem Neubau oder auch bei einer Wärmedämmsanierung vorgenommen werden - © Thomas Kohler by Flickr.com
Will man die CO-2 Bilanz seines Hauses verbessern und Energiekosten einsparen, sollte man als Erstes über eine Dämmung der Außenfassade nachdenken. Die Kerndämmung ist eine Möglichkeit der Außenfassadendämmung. Bei ihr wird die Dämmschicht zwischen einem zweischaligen Außenmauerwerk angebracht. Sie dämmt also im Gegensatz zur Wärmedämmung Innen und zur Außendämmung das Haus zwischen der tragenden Wand und einer Vormauerschale. Vor allem in Norddeutschland ist die Kerndämmung eine beliebte und weit verbreitete Art der Wärmedämmung. Sie ist wärmetechnisch effizient, aber weniger wirtschaftlich als eine Außendämmung.
Kerndämmung – was muss beachtet werden
Wenn man eine Kerndämmung nachträglich an seinem Haus anbringen lassen will, weil man es saniert, sind die Voraussetzungen andere, als wenn man sie an seinem Neubau direkt befestigen lässt. Denn dann ist vieles leichter. Beim Neubau können Plattendämmstoffe, wie beispielsweise Polystyrol oder Polyurethan Dämmplatten montiert werden. Dämmt man das Haus erst im Zuge einer Sanierung, können die Dämmstoffe mit einer Einblastechnik durch in die Außenmauer gebohrte Löcher in den Hohlraum gebracht werden. Auch Dämmschäume können auf diese Art zwischen Mauerwand und der sogenannten Vormauerschale eingebracht werden. Dabei wird auf einen Luftspalt und Lüftungsöffnungen verzichtet und der Hohlraum wird komplett verfüllt. Wichtig ist, dass das Füllmaterial für die Kerndämmung, wie beispielsweise Steinwolle, Klemmfilz oder Mineralwolle Wasser abweisend ist. Organische Materialien eignen sich nicht zur Kerndämmung, da sie verrotten könnten. Meist werden deshalb Dämmstoffe aus Mineralfasern oder Kunststoff verwendet. Will man die Kosten für die Wärmedämmung berechnen, hilft einem die Bestimmung des sogenannten U-Werts (Wärmedurchgangskoeffizient). Mit ihm wird berechnet, wie gut ein Bauteil des Hauses die Wärme leitet. Je kleiner der Wert umso besser ist die Wärmedämmung. Wenn man den U-Wert ermittelt hat, kann man – beispielsweise von einem Bausachverständigen – auch errechnen lassen, was der Vollwärmeschutz für Preise hat, sprich, was einen die komplette Kerndämmung fürs Haus kosten wird.
Vor- und Nachteile der Kerndämmung
Ein Vorteil der Kerndämmung ist, dass kein Wohnraum durch die Dämmmaßnamen verloren geht. Auch sind die Kosten durch kurze Amortisationszeiten relativ gering, beim Sanieren kann man auch zusätzlich noch eine Förderung für die Wärmedämmung beantragen. Die KfW Bank fördert Wärmedämmmaßnahmen mit bis zu 13.125 Euro pro Wohneinheit.
Allerdings ist eine nachträgliche Kerndämmung nicht besonders effektiv, da die Dämmschichtdicke begrenzt ist. Zudem kann das Dämmmaterial bei der Sanierungs-Kerndämmung absacken und so seine Dämmwirkung nicht mehr optimal entfalten. Wenn man einen Neubau hat, ist das Wärmedämmung anbringen natürlich leichter. Ein Nachteil ist auch das die doppelte Außenwandfläche höhere Kosten verursacht als eine einfache Außenwanddämmung.
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Eine Kerndämmung in Form der Einblasdämmung ist in Norddeutschland recht verbreitet, da es hier viele Häuser gibt, welche nach der zweischaligen Bauweise errichtet wurden. Bis in die 80er Jahre sind diese meist nicht gedämmt, gegebenenfalls sogar auch später nicht.