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Tapezierarbeiten

Tapeten: Varianten und Eigenarten Teil 2

Die Tapete ist beinahe in jeder deutschen Wohnung an der Wand zu sehen. Sie ist bleibt der Kassenschlager Nummer eins. Dabei kann sie doch noch so viel mehr, als nur schön auszusehen. Es gibt sie in den verschiedensten Variationen und für viele Einsatzgebiete. Maler.org informiert über den allseits beliebten Wandbehang.

Tapeten

Tapeten gibt es in vielen Varianten und Mustern. - © Wetman by Wikimedia

Neben den meistverkauften Raufaser-, Foto-, Vlies- und Papiertapeten existiert eine Vielzahl an Varianten, die der Kreativität keine Grenzen lassen.
Um diese individuellen Wandtapeten herzustellen, wird nicht nur Papier verarbeitet.

Texil-Tapeten

Textil-Tapeten bestehen zwar grundsätzlich aus einer Unterschicht aus Papier, werden jedoch an der Oberfläche mit Fasermaterialien von Tieren, Pflanzen oder Kunststoffen besetzt. Dadurch können unterschiedliche Strukturen geschaffen werden, die entweder glatt, gekräuselt, fein oder rau sein können. Beim Einfärben des Materials können vielseitige Effekte erzielt werden.

Die Vinyltapeten

Das Gegenteil zu den Naturprodukten stellen Tapeten aus Kunststoff dar. Hierbei handelt es sich um sogenannte Vinyl- oder Strukturprofiltapete. Bei der Vinyltapete wird ein Trägerpapier mit Vinyl beschichtet. Diese Seite kann anschließend bedruckt oder geprägt werden. Durch ihre Beständig- und Strapazierfähigkeit eigenen sich diese Tapeten besonders für den Einsatz in Küchen und Fluren. Beim Kauf sollte auf das RAL-Gütesiegel geachtet werden, sodass eine Gesundheitsschädigung ausgeschlossen werden kann.

Bei der Strukturprofiltapete werden dreidimensionale Muster auf die Tapeten aufgeschäumt. Moderne Tapeten dieser Art sind völlig PVC-frei und dadurch umweltfreundlich abbaubar. Sie haben zudem den Vorteil, dass sie extrem schwer entflammbar, hochwaschbeständig und reinigungsfähig sind. Spitze Gegenstände dagegen können, wie bei der Raufasertapete, schnell Beschädigungen anrichten. Oft wird Retro Tapete aus Vinyl hergestellt.

Glasfasertapeten

Die Tapeten aus Glasgewebe bestehen aus verschiebefesten Fasern und einer glatten Oberfläche. Die Glasfasertapete ist sehr kostenintensiv, besticht jedoch durch ihre lange Lebensdauer. Durch ihre Beschaffenheit werden diese Tapeten häufig in sterilen Räumen, wie Operationssälen oder Laborräumen, eingesetzt.

Flüssigtapeten

Flüssigtapeten, auch Baumwollputz genannt, wurden schon vor etwa 350 Jahren in Japan verwendet. Bei dieser Tapetenart werden Seiden- oder Baumwollteilchen mit einem Kleber vermischt. Nach kurzer Einwirkzeit wird dieses Gemisch auf die Wände aufgetragen und glatt gestrichen. Es kann dann später in jedem beliebigen Farbton überstrichen werden. Muss man die Tapeten entfernen lassen, geht dass bei der Flüssigtapete ganz einfach.

Weitere Tapeten-Arten

Eine weitere exklusive moderne Tapete besteht aus einer Metallbeschichtung, die während der Bearbeitung geätzt, geprägt oder handkoloriert werden kann. Metalltapeten sollten ausschließlich vom Fachmann angebracht werden, da sämtliche Unebenheiten oder Falten sofort sichtbar sind. Feuchträume sollte man aufgrund der Korrosionsanfälligkeit nicht mit metallbeschichteten Tapeten tapezieren.

Spezielle Bereiche benötigen oft eine spezielle Tapete. So wurde beispielsweise die EMV-Tapete entwickelt, die Räume vor elektromagnetischer Strahlung abschirmen soll. Kupfertapete erzielt hierbei die beste Wirkung (99%). Diese Tapeten werden vorzüglich in medizinischen Forschungslaboren eingesetzt, um die technischen Geräte zu schützen.

Auch Naturwerkstofftapeten sind schwer zu verarbeiten. Bei diesen Tapeten handelt es sich um robuste Papieruntergründe, die mit Naturprodukten kaschiert werden. Dabei kommen in erster Linie Gras und Kork zum Einsatz. Aber auch die Verwendung von Muscheln, Sand und Holzstrukturen ist möglich. Korktapeten sind besonders für feuchte Räume geeignet, da sie die Feuchtigkeit aufnehmen und nicht beschädigt werden.

Tapeten kaufen und anbringen lassen

Bei einem Malerbetrien kann man sich die verschiedenen Tapetenmuster in aller Ruhe ansehen. Ist man unsicher, auch was die Qualitätsunterschiede bei Tapeten angeht, sollte man sich auf jeden Fall beraten lassen. Dort kann man die Tapeten in Musterbüchern nicht nur ansehen, sondern auch ihre Struktur erfühlen.