Die Fassadenfarbe als Visitenkarte
Die Außenfassade eines Hauses ist wie eine Visitenkarte. Ein anständiger Anstrich ist ein Zeichen für Gepflegtheit und Ordnung. Deshalb sollte man auf die Fassadengestaltung mit Farbe großen Wert legen.
Wind und Wetter arbeiten jedoch sehr an der Fassadenfarbe. Trotz der Tatsache, dass sie als witterungsfestes Produkt verkauft wird, verbleicht die Farbe mit der Zeit. Hierfür ist allerdings nicht nur das Wetter an sich schuld. Auch organische Substanzen, wie Algen, Moose oder Pilze nagen an der Optik. Die optimale Fassadenfarbe sollten daher nicht nur gut aussehen und beständig sein, auch ein Schutz vor ungebetenen Parasiten sollte das Produkt enthalten.
Grundlagen zur Fassadenfarbe
Die meisten Fassadenfarben basieren auf Reinacrylat. Dadurch sind die Produkte extrem lichtecht und wetterbeständig. Neben diesen Eigenschaften muss eine gute Farbe auch das darunter liegende Mauerwerk schützen. Die geschieht normalerweise durch die Eigenschaften des in der Farbe einhaltenden Bindemittels. Es schließt im Allgemeinen die Poren des Untergrundmaterials und sorgt dafür, dass keine Feuchtigkeit an das Mauerwerk gelangt. Da die Außenwände von Häusern selten glatt sind, sollte eine Fassadenfarbe qualitativ hochwertig sein. Andernfalls ist zu befürchten, dass sie mehrfach aufgetragen werden muss.
Verarbeitung der Fassadenfarbe
Das Auftragen der Fassadenfarbe ähnelt dem Prinzip beim Streichen von Innenwänden. Da es sich jedoch bei einer Außenfassade um eine große Fläche handelt, sollten Farben nicht selbst angemischt werden, ohne dass sicher gestellt wird, dass das Mischungsverhältnis immer gleich hergestellt werden kann. Daher ist es besser, sich auf Fertigmischungen eines Farbenherstellers zu konzentrieren. Die Farbpalette der Fassadenfarbe kann beim Fachhändler einsehen.
Bevor mit dem eigentlichen Anstrich begonnen werden kann, sollte die Fassade vollständig von Schmutz befreit werden. Dazu muss notwendigerweise auch tief greifender Schmutz mit einem Kärcher beseitigt werden. Ist bereits ein Anstrich vorhanden, der lediglich aufgebessert werden soll, braucht dieser nicht vollständig entfernt werden. Ganz im Gegenteil, da die alte Farbe eine zusätzliche Schutzfunktion ausüben kann. Sollten Fugen in der Fassade vorhanden sein, sollten diese vor dem Anstrich geprüft und gegebenenfalls ausgebessert werden. Das Vorgehen beim Streichen entspricht dem bei Innenwänden. Zuerst werden die Stellen bearbeitet, die mit dem Farbroller schwer erreichbar sind (z.B. Fugen, Kanten, Ecken). Anschließend wird die Fassadenfarbe mit einem breiten Farbroller zügig aufgetragen. Beim Streichen ist darauf zu achten, dass die Farbe nicht zu sparsam aufgetragen wird. Die Fassadenfarbe sollte anschließend noch in der Lage sein, in die kleinen Ritzen eindringen zu können. Während des Auftragens der Fassadenfarbe ist darauf zu achten, dass das Material feucht auf feucht aufgetragen wird, damit keine Ansätze sichtbar werden.
Traut man sich die Fassadensanierung nicht selber zu, kann man auch einen Maler damit betrauen. Dies ist vor Allem dann sinnvoll, wenn man ein Gerüst bräuchte, um die komplette Fassade zu erreichen. Der Fachmann übernimmt dann schnell und professionell alle zu erledigenden Arbeiten. Er kann auch beim Amt die Genehmigung für das Aufstellen des Gerüstes einholen (§ 32 STVO) und alle weiteren benötigten Werkzeuge und Materialien besorgen, sodass man als Hausbesitzer keinerlei weitere Arbeit hat.
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