Wovon sind beim Haus verputzen die Kosten abhängig? Welche Arbeiten sind erforderlich? Welche Vor- und Nachteile bringt es, diese selbst durchzuführen oder vom Maler ausführen zu lassen? Tipps wie Sie beim Haus verputzen die Kosten reduzieren können, stehen kostenlos auf Maler.org zur Verfügung.
Wenn Sie Ihr Haus verputzen lassen und Kosten sparen wollen, ist es wichtig, im Vorfeld einen detaillierten Plan von einem Malerfachbetrieb erstellen zu lassen. Dieser plant genau für Sie, welche Arbeiten erforderlich sind und was dafür benötigt wird. Ein solches Großprojekt lässt sich dabei in zwei große Baustellen unterteilen, das Innen- und das Außenverputzen. Die folgende Betrachtung dieser beiden Aspekte soll Ihnen die Unterschiede deutlich machen.
Kosten für das Verputzen der Innenräume des Hauses
Vor allem im Innenbereich ist eine ausführliche Beratung vom Malerfachbetrieb und ein sorgfältiges Arbeiten besonders wichtig, da durch das Wand verputzen im Innenbereich das Raumklima entscheidend beeinflusst werden kann.
Zuerst legt der Maler Planen aus, klebt Ränder die ab und sorgt für den Kantenschutz bei allen Fenster- und Türlaibungen und bei allen Mauerkanten. Nach dem Anbringen der Putzträger verputzt er die Wände und Decken. Da die Arbeitskraft deutlich mehr gewichtet wird, spielt auch die Größe der Fläche, die Sie verputzen lassen wollen, eine wichtige Rolle. Die Kosten je Quadratmeter variieren dabei von Unternehmen zu Unternehmen und auch regional sehr stark. Daher ist das Einholen mehrerer Angebote unumgänglich.
Das sagt unsere Maler.org Putz-Expertin
Ich würde auf keinen Fall beim richtigen Putzaufbau und bei der Ausführung sparen. Wenn etwa auf die Armierungsputzlage verzichtet wird oder die einzelnen Schichten nicht aufeinander abgestimmt sind, kann das langfristig teuer werden, zum Beispiel weil Risse entstehen. Auch bei der Bauzeit sollte man nicht sparen. Werden notwendige Trocknungszeiten nicht eingehalten, entstehen häufig Probleme.
Dipl.-Ing. Antje Hannig – Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. (VDPM)
Kosten für das Verputzen der Außenwände des Hauses
Die Außenwände verursachen die höchsten Kosten, wenn Sie ein Haus verputzen lassen wollen. Der Grund dafür liegt in den staatlichen Vorschriften die in der Energieeinsparverordnung EnEV. Diese schreibt vor allem Neubauten eine wirksame Wärmedämmung vor. Ein Aspekt der bei der Kostenkalkulation stets im Auge behalten werden sollte. Besonders für den Außenbereich ist eine Reihe von Vorbereitungen notwendig, z. B. der Auf- und Abbau eines Baugerüstes.
Gerade bei dem Anbringen der Wärmedämmung und bei der Fassadenbeschichtung spielen die jeweiligen Flächen eine entscheidende Rolle. Als zusätzlicher Faktor muss jedoch das Wetter mit eingeplant werden. Denn während im Innenbereich auch bei schlechtem Wetter gearbeitet werden kann, ist dies außen nicht möglich. Daher sollte der für die Arbeiten veranschlagte Zeitraum nicht zu knapp bemessen werden. Ein Polster für die dadurch verlängerte Mietdauer für das Gerüst ist unbedingt einzuplanen, wenn Sie für das Haus verputzen Kosten kalkulieren wollen.

ÜBER UNSERE PUTZ-EXPERTIN
Dipl.-Ing. Antje Hannig ist Geschäftsführerin für Marketing und Technik beim Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. (VDPM). Der VDPM vertritt Hersteller aus den Bereichen Wärmedämmung, Putz und Mörtel und setzt sich für die fachliche, technische und politische Interessenvertretung der Branche ein.
Bildrechte: Dipl.-Ing. Antje Hannig/VDPM