Der Farbkreis und sein Ursprung
Isaac Newton wusste es. Johann Wolfgang Goethe wusste es. Die Farblehre bedeutete mehr, als damals bekannt war. Zu dieser Zeit stellte ihr Farbkreis einen großen Schritt nach vorne dar – heute ist er die Grundlage in Handel, Industrie und Dienstleistungsgewerbe, wenn es sich um Farben jeglicher Art dreht. Maler.org über den Farbkreis von heute.
Der berühmte Naturwissenschaftler und Philosoph Isaac Newton und der Dichter Johann Wolfgang von Goethe haben eines gemeinsam. Sie beide stellten zu ihrer Zeit eine Farbkreis-Vorlage her. Der einfache Farbkreis in diesen Theorien wurde mit den Jahrhunderten wichtiger Bestandteil der modernen Farblehre. Ausführliche Studien haben sogar ergeben, dass der Mensch ein angeborenes Farbempfinden hat, das sich optisch in einem Diagramm darstellen lässt. Die mathematische Berechnung solcher Farbpaletten wird als Farbmetrik bezeichnet.
Neben dem Farbkreis werden Farben auch in einem Farbpolygon oder einem Farbstern visualisiert. Sie orientieren sich hauptsächlich am menschlichen Empfinden (Psychologie der Farben), können aber unter anderem auch unter physikalischen, technischen, ästhetischen und künstlerischen Gesichtspunkten erstellt werden. Da im Farbkreis Grundfarben diskontinuierlich interpretiert werden, kann aus physikalischem Sinne kein Zusammenhang zur menschlichen Empfindung hergestellt werden. Sie ist subjektiv – alle Menschen empfinden Farben zwar sehr ähnlich, aber eben nicht gleich. Deshalb wird hier noch einmal besonders unterschieden, ob Farben additiv oder subtraktiv zu verstehen sind.
Additiv bedeutet, dass alle Farben zusammen die Farbe Weiß ergeben (physikalisch, technisch) und wird in Verbindung mit Lichtspektren eines Prismas benutzt. Subtraktiv hingegen bedeutet: Alle Farben ergeben zusammen Schwarz – jeder kennt es wahrscheinlich noch aus dem Kunstunterricht: Viele Farben ergeben vermischt zunehmend dunklere Farbtöne (Braun bis Schwarz).
Der Farbkreis in der Malerbranche
Zum Glück kommt es in der Kunst und in der Malerbranche nicht alleine auf die mathematischen und die physikalischen Aspekte an. Der physikalische Aspekt betrifft im Tätigkeitsfeld eines Malers in diesem Zusammenhang die Protektion (Schutz) und die Funktionalität (zum Beispiel durch besondere Oberflächeneigenschaften oder elektrische Leitfähigkeit).
Die Dekoration aber beschreibt genau das, worauf es im professionellen Malerbusiness ankommt: Die optische Wirkung! Die Bedeutung von Farben in psychologischer Betrachtungsweise spielt für das Malerhandwerk eine große Rolle, da es sich ungemein auf das Empfinden in Räumen auswirkt.
Wie Farben wirken und zusammengesetzt werden müssen, lernen Maler – Lackierer während einer umfangreichen dreijährigen Ausbildung zum Gesellen. Erst mit dem Nachweis von weiteren meisterlichen Kenntnissen und Fertigkeiten dürfen die Arbeitsgebiete selbständig ausgeübt werden. Für Maler gilt es, das subtraktive sowie das additive Verständnis von Farbe zu erlernen. Die Grundlage für die Farbmischung bietet hier heute noch der Farbkreis von Johannes Itten von 1961. Es ist eine Kombination aus einer Farbpyramide, Farbpolygon und Farbkreis. Die jeweilige Komplementärfarbe im Farbkreis liegt der anderen linear gegenüber. Mit den drei Grundfarben inmitten des Farbkreises lassen sich alle Farben herstellen – je nach dem in welchem Verhältnis sie gemischt werden. Überraschenderweise konnte das Modell auf nur zwölf Farben reduziert werden.
Der Farbkreis und die RAL-Farben
Die RAL-Farben sind normierte Farben und wurden vom Verein des Deutschen Institutes für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL) ins Leben gerufen. Die ursprüngliche Norm geht auf eine Sammlung von 40 Farbtönen zurück. Großer Vorteil dieser Einteilung war damals, dass zwischen den Malerbetrieben und Lieferanten für die Farben nur eine RAL-Nummer und kein Farbmuster – beispielsweise in einem Farbkreis oder Farbfächer – kommuniziert werden musste. Mit den Nummern der RAL-Farben können heute noch alle Arten – ob Matt- oder Hochglanzfarben – bestimmt werden. Die Kategorien unterteilen sich in Gelb und Beige, Orangetönen, Rot, Violett, Blau, Grün-, Grau- und Brauntöne sowie Weiß und Schwarz. Gesondert Tabellen enthalten noch andere besondere Farbtöne, wie beispielsweise Seidenmattweiß oder die Tarnfarben.
Besonders die RAL-Farben spielen im Maler- und Lackiererhandwerk eine entscheidende Rolle. Es vereinfacht erheblich ihren Tätigkeitsbereich, da die verschiedenen Farben einer Palette nicht mehr visuell über das Auge bestimmt werden müssen. Doch neben dem RAL-System existieren auch noch viele andere Mustersammlungen. Das Pantone-, das HKS-, Hexachrome- und NCS-System. Alle beinhalten bestimmte Farbtöne, die durch spezifische Kennungen definiert werden.
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Welt der Farben grenzenlos ist. Somit auch das Berufsfeld des Malerhandwerks. Egal, welche Farbe man sich vorstellen kann – der Maler bringt sie an die Wand. Hochwertig in Streifen, einfarbig mehrfarbig in verschiedenen Farbnuancen, Farben für das Wohnzimmer, für das Badezimmer und für alle anderen Räume oder den Außenbereich. Hier auf Maler.org finden Sie den passenden Meister -Innungsbetrieb, der Ihre Wand oder Ihre Fassade in der Farbe Ihrer Wahl streicht. Lassen Sie sich noch heute ein Angebot unterbreiten.
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