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Wärmedämmung und Dämmstoffe

Klemmfilz: Materialien, Dämmwerte, Verarbeitung und Kosten

Kathrina Haunfelder
Verfasst von Kathrina Haunfelder
Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2026
Lesedauer: 22 Minuten
© Patryk_Kosmider / istockphoto.com

Klemmfilz ist ein flexibler Dämmstoff aus Glaswolle oder Steinwolle, der sich passgenau zwischen Sparren, Balken und Ständerprofile klemmen lässt. Er lässt sich ohne Kleber oder Schrauben verlegen und passt sich unterschiedlichen Sparrenabständen an. Diese einfache Verarbeitung macht ihn im modernen Dachausbau zum besonders häufig eingesetzten Material. Bei der Zwischensparrendämmung entscheidet allerdings nicht das Material allein über das Ergebnis. Sparrenhöhe, Fugendichtheit, Dampfbremse und ein sauberer Zuschnitt wirken ebenso stark zusammen. Die korrekte Verarbeitung von Klemmfilz ist daher Voraussetzung für einen effizienten Wärmeschutz, Schallschutz und angenehmen Wohnkomfort. 

Alles auf einen Blick:

  • Klemmfilz ist ein flexibler mineralischer Dämmstoff, der sich einfach zwischen Bauteilen einklemmen lässt.
  • Zum Einsatz kommt Klemmfilz vor allem bei der Zwischensparrendämmung von Steildächern sowie zur Dämmung von Wänden und Geschossdecken.
  • Entscheidend für eine wirksame Dämmung sind ein passgenauer Zuschnitt, fugendichte Anschlüsse und eine fachgerecht ausgeführte Luftdichtheitsebene.
  • Je nach Dämmstoffdicke und Wärmeleitstufe liegen die Materialkosten für einfache Varianten bei 5 Euro pro Quadratmeter, während hochwertige Klemmfilzmatten bis 30 Euro pro Quadratmeter kosten.
  • Klemmfilz nutzt man meist in den Wärmeleitstufen WLS 032 und WLS 035. Je niedriger der WLS-Wert, desto besser fällt die Dämmwirkung aus.

Was ist Klemmfilz?

Klemmfilz ist ein elastischer Dämmstoff aus Mineralwolle, der ohne Verschrauben oder Verkleben allein durch seine Rückstellkraft sicher zwischen Bauteilen hält. Seine dämmende Wirkung entsteht durch die zahlreichen kleinen Luftkammern zwischen den Fasern. Die eingeschlossene Luft reduziert den Wärmedurchgang und sorgt für eine wirksame Wärmedämmung, insbesondere im Dachbereich. Je nach Produkt enthält Klemmfilz zusätzlich Bindemittel, wasserabweisende Zusätze oder Vliesbeschichtungen. Diese verbessern unter anderem die Formstabilität, die Verarbeitung und die Feuchtigkeitsbeständigkeit. Am häufigsten wird Klemmfilz zur Zwischensparrendämmung im Steildach eingesetzt. Darüber hinaus eignet er sich auch zur Innendämmung von Geschossdecken und Wänden.

Unterschied zwischen Klemmfilz, Spannfilz und Untersparrenfilz

Klemmfilz und Spannfilz bezeichnen in der Praxis meist denselben Dämmstofftyp. Beide Materialien sind elastisch aufgebaut und werden passgenau zwischen die Bauteile geklemmt, wo sie durch ihre Rückstellkraft, also die Fähigkeit, nach dem Zusammendrücken wieder in ihre ursprüngliche Form zurückzukehren, sicher halten. Untersparrenfilz unterscheidet sich vom klassischen Klemmfilz durch seine Einbaulage. Er wird nicht zwischen, sondern unterhalb der Sparren angebracht und ergänzt die vorhandene Zwischensparrendämmung. Dadurch lassen sich Wärmebrücken reduzieren, die durch die wärmeleitenden Holzsparren entstehen. Diese zusätzliche Dämmschicht eignet sich besonders, wenn die vorhandene Sparrenhöhe für die gewünschte Dämmleistung nicht ausreicht. Allerdings verringert sie den verfügbaren Raum im Dachgeschoss und kann Anpassungen an der Innenverkleidung erforderlich machen.


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Aus welchen Materialien besteht Klemmfilz?

Glaswolle

Glaswolle wird unter anderem aus Altglas, Sand und weiteren mineralischen Bestandteilen hergestellt. Glaswolle-Klemmfilz ist meist besonders leicht, stark komprimierbar und im Vergleich oft preisgünstiger. Durch seine hohe Elastizität klemmt er hervorragend zwischen den Sparren, kann beim Verarbeiten ohne Schutzkleidung allerdings einen unangenehmen Juckreiz auf der Haut auslösen. Ideale Einsatzorte dieser Art der Dämmwolle sind die klassische Zwischensparrendämmung im Steildach sowie leichte Holzbalkendecken.

Steinwolle

Steinwolle basiert dagegen vor allem auf geschmolzenem Gestein. Steinwolle-Klemmfilz kann je nach Ausführung etwas schwerer und dichter als Glaswolle sein. Dank dieses höheren Gewichts bietet das Material einen spürbar besseren Schallschutz sowie sommerlichen Hitzeschutz und gilt aufgrund eines Schmelzpunkts von über 1.000 Grad als extrem widerstandsfähig im Brandschutz. Sie eignet sich perfekt für Trockenbau-Trennwände mit hohem Schallschutz sowie für Bereiche mit strengen Brandschutzauflagen.

ökologische Materialien

Leistungsfähige Klemmfilzmatten gibt es als Hanfdämmung und auch Schafswolle oder Holzfasern können als Grundmaterial dienen. Im Vergleich zu klassischen Dämmstoffen ist es stets teurer, ökologisch zu dämmen. Dafür überzeugen sie mit Eigenschaften wie einer guten Wärmedämmung, einem angenehmen Raumklima und einer nachhaltigen Rohstoffbasis.

Das sagt unser Maler.org Wärmedämmungs-Experte

Die Nachfrage nach veganen Baumaterialien wird höher und Schafswolle ist natürlich nicht vegan. Ein weiterer Faktor, der eher für Mineralwolle als für Schafswolle spricht: die Entflammbarkeit. Um eine Schwerentflammbarkeit zu erreichen, muss die Wolle des Tieres behandelt werden. Gleiches gilt, um Motten fernzuhalten. Und das wiederum wirkt sich negativ auf die Klimabilanz des Baustoffes aus. Aber auch hier gilt: Die Entscheidung trifft derjenige, der sein Haus dämmen will.

Dr. Hans-Joachim Riechers – Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. 

Welche Arten von Klemmfilz gibt es?

UnterscheidungsmerkmalBeschreibung
MaterialKlemmfilz ist unter anderem aus Glaswolle, Steinwolle, Holzfasern, Hanf oder Schafwolle erhältlich. Die Materialwahl beeinflusst Wärmedämmung, Schallschutz, Brandschutz und Nachhaltigkeit.
Wärmeleitstufe/WärmeleitgruppeGängige Wärmeleitstufen sind WLS 032 und WLS 035. Ein niedriger WLS-Wert steht für eine effiziente Dämmwirkung.
DämmstoffdickeHandelsübliche Dicken liegen je nach Produkt zwischen etwa 100 und 280 Millimetern. Die erforderliche Stärke richtet sich nach dem Sparrenmaß und dem gewünschten U-Wert.
KaschierungKlemmfilz ist unkaschiert oder mit einer Vliesbeschichtung erhältlich. Eine Kaschierung, also eine werkseitig aufgebrachte Deckschicht, erleichtert häufig die Verarbeitung, ersetzt jedoch keine fachgerecht angeschlossene Dampfbremse.
EinsatzbereichJe nach Ausführung eignet sich Klemmfilz für die Zwischensparren- oder Untersparrendämmung sowie für Trennwände und Geschossdecken.

Was bedeutet die Wärmeleitgruppe bei Klemmfilz?

Die Wärmeleitgruppe (WLG) beziehungsweise die aktuelle Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) gibt an, wie gut Klemmfilz Wärme dämmt. Je niedriger der Wert, desto geringer ist die Wärmeleitfähigkeit und desto besser ist die Dämmwirkung des Materials bei gleicher Dämmstoffdicke.

INFO
Heute wird für Dämmstoffe offiziell die Bezeichnung Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) verwendet. Die frühere Angabe der Wärmeleitgruppe (WLG) ist jedoch weiterhin in vielen Produktunterlagen und im Handel zu finden. Die Umstellung ermöglicht eine genauere und einheitlichere Kennzeichnung der Dämmleistung, da die Werte nun in einzelnen Abstufungen angegeben werden.

Für die Auswahl von Klemmfilz bedeutet das, dass ein Produkt mit WLS 032 bei gleicher Stärke besser dämmt als eine Variante mit WLS 035. Welche Wärmeleitstufe sinnvoll ist, hängt von der vorhandenen Konstruktion, der verfügbaren Einbauhöhe und den gewünschten energetischen Anforderungen ab.

Übliche Wärmeleitstufen bei Klemmfilz im Überblick

Wärmeleitstufe (WLS)Dämmwirkungübliche Einsatzbereiche
WLS 032sehr gute Dämmleistung bei geringer Materialstärke
  • Zwischensparrendämmung im Dach
  • energetische Sanierungen
  • Konstruktionen mit begrenzter Einbautiefe
WLS 035gute Dämmleistung und häufig verwendeter Standard
  • Zwischensparrendämmung im Steildach
  • Untersparrendämmung
  • Dämmung von Decken und Innenwänden
WLS 040solide Dämmwirkung bei höherem Platzbedarf
  • Dämmungen mit ausreichend verfügbarer Aufbauhöhe
  • weniger anspruchsvolle Dämmmaßnahmen
  • Nebenbereiche im Innenausbau
WLS 045geringere Dämmleistung im Vergleich zu niedrigeren Werten
  • Anwendungen mit großem verfügbaren Dämmraum
  • einfache Dämmaufgaben ohne hohe energetische Anforderungen

Welche Dämmwerte hat Klemmfilz?

Klemmfilz aus Mineralwolle erreicht je nach Produkt meist eine Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,032 bis 0,040 W(m²K). Je niedriger dieser Wert ist, desto besser dämmt der Dämmstoff bei gleicher Dicke. Der angegebene Dämmwert bezieht sich jedoch nur auf das Material selbst. Entscheidend für die tatsächliche Dämmleistung der fertigen Konstruktion sind zusätzlich die Dämmstoffdicke, der fachgerechte Einbau und der gesamte Wand- oder Dachaufbau. Ein 120 Millimeter dicker Klemmfilz erzielt daher eine andere Dämmwirkung als eine 200 oder 240 Millimeter starke Dämmschicht. Gerade bei der Zwischensparrendämmung bestimmt die vorhandene Sparrenhöhe, wie viel Dämmstoff eingebaut werden kann. Je größer die fachgerecht ausgeführte Dämmstoffstärke, desto stärker lässt sich der Wärmeverlust über die Bauteile reduzieren.

GUT ZU WISSEN
Der rechnerische Dämmwert des Klemmfilzes ist außerdem nicht mit dem Wert des gesamten Daches gleichzusetzen. Holzsparren, Innenbekleidung, Luftschichten und ergänzende Dämmebenen beeinflussen das Ergebnis. Für energetische Anforderungen zählt daher nicht nur das einzelne Produkt, sondern der fertige Bauteilaufbau. Das GEG schreibt für eine effiziente und moderne Dachdämmung einen maximalen U-Wert von 0,24 W/(m²K). [1]


Wie ist Klemmfilz aufgebaut?

Aufbau von innen nach außenBeschreibung
FaserkernIm Inneren besteht Klemmfilz aus zahlreichen feinen Mineralfasern, die ungeordnet miteinander verbunden sind. Zwischen den Fasern entstehen viele kleine Luftkammern, die den Wärmedurchgang reduzieren und für die hohe Dämmwirkung sorgen.
BindemittelDie einzelnen Fasern werden durch geringe Mengen an Bindemitteln miteinander verbunden. Dadurch erhält der Dämmstoff seine Formstabilität und bleibt gleichzeitig flexibel.
OberflächeJe nach Produkt kann die Oberfläche mit einem Vlies versehen oder unkaschiert sein. Eine Vliesbeschichtung verbessert teilweise die Handhabung und Stabilität, beeinflusst aber nicht die grundlegende Dämmfunktion.
elastische StrukturDie besondere Faseranordnung ermöglicht, dass Klemmfilz zusammengedrückt und anschließend wieder auf seine ursprüngliche Stärke zurückfedern kann. Diese Rückstellkraft sorgt dafür, dass das Material zwischen Bauteilen sicher hält.

Warum Luft im Dämmstoff entscheidend ist

Die eingeschlossene Luft ist für den Wärmeschutz besonders wichtig, weil ruhende Luft Wärme nur schlecht weiterleitet. Mineralische Fasern halten diese Luft in feinen Zwischenräumen fest und verhindern größere Luftbewegungen im Dämmstoff. Wird Klemmfilz zu stark gequetscht, reduziert sich das nutzbare Luftvolumen. Wird er zu locker eingesetzt, entstehen seitliche Fugen und Konvektion kann die Dämmwirkung verschlechtern. Die optimale Verarbeitung liegt deshalb zwischen leichtem Klemmdruck und voller Materialdicke.

Für welche Anwendungen eignet sich Klemmfilz?

  • Zwischensparrendämmung
  • Dachdämmung von innen, wenn die Dämmung raumseitig eingebaut wird
  • Dachschrägen zum Ausgleich kleinerer Unterschiede bei den Sparrenabständen
  • Abseiten und Drempelbereiche, um Hohlräume im Dachgeschoss auszufüllen
  • Holzbalkendecken zwischen den Balkenfeldern
  • leichte Trennwände für den Wärme- und Schallschutz
  • Vorsatzschalen hinter der späteren Wandbekleidung
  • energetische Sanierungsmaßnahmen

Wie verlegt man Klemmfilz zwischen den Sparren richtig? [Schritt-für-Schritt-Anleitung]

Klemmfilz wird zuerst zugeschnitten, anschließend leicht zusammengedrückt und dann in das vorbereitete Gefach, also den Zwischenraum zwischen den Sparren, eingesetzt. Wichtig hierbei ist, dass der Zuschnitt etwas Überstand hat, damit der Klemmeffekt entsteht und er nicht zu locker im Feld sitzt.

Werkzeuge und Ausstattung 

  • Maßband und Zollstock zur genauen Ermittlung der benötigten Dämmstoffmaße
  • Wasserwaage oder Richtlatte für gerade Zuschnitte und eine saubere Ausrichtung
  • Markierungsstift zum Anzeichnen der Schnittlinien auf dem Dämmstoff
  • Dämmstoffmesser oder langes Wellenschliffmesser zum passgenauen Zuschneiden des Klemmfilzes
  • Schneidunterlage oder Schneidetisch zum sicheren und sauberen Arbeiten
  • Lineal, Holzlatte oder Schneidschiene als Führungshilfe für gerade Schnitte
  • Handschuhe zum Schutz der Hände vor Mineralfasern und Hautreizungen
  • Schutzbrille zum Schutz der Augen vor Staub und Fasern
  • Atemschutzmaske (mindestens FFP2) zum Schutz vor eingeatmeten Fasern und Staub
  • Arbeitskleidung mit langen Ärmeln zum Schutz der Haut während der Verarbeitung
  • Tacker und Klammern für die Befestigung von Dampfbremsen oder Folienanschlüssen
  • Klebeband und Dichtkleber für luftdichte Anschlüsse der Dampfbremse
  • Steckdosenbohrer oder Cuttermesser für Aussparungen und kleinere Anpassungen bei Installationen
  • Leiter oder Arbeitsbühne für sichere Arbeiten im Dachbereich
  • Staubsauger oder Besen zur anschließenden Reinigung des Arbeitsbereichs

Wie wird Klemmfilz verarbeitet?

Die Verarbeitung von Klemmfilz beginnt mit dem genauen Ausmessen der einzelnen Sparrenfelder, da die Abstände im Dachstuhl unterschiedlich ausfallen können. Anschließend wird das Material auf einer sauberen Fläche ausgerollt und mit einem Dämmstoffmesser oder Wellenschliffmesser passgenau zugeschnitten. Vor der Montage sollte geprüft werden, ob der Dachaufbau trocken, regendicht und winddicht ist. Vor der neuen Dämmung müssen feuchte Holzstellen beseitigt, beschädigte Unterspannbahnen repariert und Schimmel entfernt werden. Zusätzlich sollten hervorstehende Nägel, Holzsplitter und scharfe Kanten entfernt oder abgeflacht werden, damit der Klemmfilz beim Einbau nicht beschädigt wird.

So verlegt man Klemmfilz als Zwischensparrendämmung

Schritt 1 – Sparrenfelder exakt ausmessen: Messen Sie jedes Sparrenfeld einzeln aus, da die Abstände zwischen den Sparren im Dachstuhl unterschiedlich sein können.

Schritt 2 – passendes Übermaß einplanen: Addieren Sie zum gemessenen Abstand einen kleinen Überstand, damit der Klemmfilz später sicher im Gefach hält.

Schritt 3 – Klemmfilz vorbereiten und zuschneiden: Rollen Sie den Klemmfilz auf einer sauberen und ebenen Fläche aus und schneiden Sie die Matte mit einem Dämmstoffmesser oder Wellenschliffmesser gerade und maßgenau zu.

Schritt 4 – Dämmstoff zwischen den Sparren einsetzen: Drücken Sie den zugeschnittenen Dämmstoff leicht zusammen und setzen Sie ihn von vorne in das Sparrenfeld ein. Lassen Sie den Klemmfilz dann aufquellen, sodass er sich seitlich dicht an die Sparren anlegt.

Schritt 5 – Dichtheit kontrollieren: Prüfen Sie, ob der Klemmfilz bündig mit der Sparrenunterkante abschließt und keine offenen Fugen sichtbar sind.

Schritt 6 – restliche Dachfläche dämmen: Arbeiten Sie sich so Sparrenfeld für Sparrenfeld vor, bis die gesamte Dachfläche gleichmäßig gedämmt ist.

Schritt 7 – Anschlüsse sauber ausführen: Schneiden Sie Reststücke passgenau zu und dämmen Sie Anschlüsse sowie schwer zugängliche Bereiche sorgfältig aus.

Schritt 8 – Luftdichtheitsebene herstellen: Bringen Sie abschließend die Dampfbremse oder Luftdichtheitsebene fachgerecht an, sofern der Dachaufbau dies vorsieht.

Klemmfilz Verarbeitung: 10 Fehler, die Sie vermeiden sollten

  • falscher Zuschnitt: Wird Klemmfilz zu schmal zugeschnitten, hält er nicht sicher zwischen den Sparren. Ein zu breiter Zuschnitt kann das Material stauchen und die Dämmwirkung verringern.
  • offene Fugen: Lücken zwischen Dämmstoff und Sparren können Wärmebrücken begünstigen und die Dämmleistung verschlechtern.
  • Hohlräume hinter der Dämmung: Zwischen Klemmfilz und angrenzenden Bauteilen sollten keine Luftspalten entstehen, da diese die Dämmwirkung beeinträchtigen können.
  • unsachgemäße Anpassungen: Reststücke sollten nicht lose in Zwischenräume gesteckt, sondern passgenau zugeschnitten werden.
  • Feuchtigkeit im Dämmstoff: Klemmfilz darf nicht feucht eingebaut werden, da Mineralwolle dauerhaft trocken bleiben muss.
  • falsche Lagerung: Ungeschützt gelagerte Rollen können durch Feuchtigkeit ihre Rückstellkraft verlieren und sich nach dem Öffnen nicht vollständig entfalten.
  • beschädigte Luftdichtheitsebene: Verletzungen der Dampfbremse sowie undichte Anschlüsse und Durchdringungen müssen vermieden und fachgerecht abgedichtet werden.
  • ungeeignetes Werkzeug: Ein stumpfes Dämmstoffmesser führt zu unsauberen Schnitten und verhindert dicht schließende Kanten.
  • mechanische Belastung: Der verlegte Klemmfilz sollte nicht betreten werden, da Druck die Faserstruktur dauerhaft verändern und die Dämmwirkung reduzieren kann.
  • fehlender Arbeitsschutz: Geeignete Schutzausrüstung verhindert Hautreizungen und Atemwegsbelastungen durch Faserstaub.

Wie entsorgt man Klemmfilz richtig?

Saubere Reste von neuem Klemmfilz können in der Regel als Mineralwolleabfall über den Wertstoffhof oder die zuständige Entsorgungsstelle abgegeben werden. Beachten Sie dabei, dass für ältere Dämmstoffe strengere Vorgaben gelten. Mineralische Dämmwolle, die vor 1996 eingebaut wurde, kann hierbei als krebserzeugender KMF-Abfall eingestuft werden und erfordert besondere Schutz- und Entsorgungsmaßnahmen. Unabhängig vom Alter muss Klemmfilz für den Transport staubdicht in geeigneten, reißfesten Säcken wie KMF-Big-Bags verpackt werden. Da Annahmebedingungen und Entsorgungskosten regional unterschiedlich sind, sollten Sie sich vorab bei der zuständigen Gemeinde oder Entsorgungsstelle informieren.



Welche Vorteile hat Klemmfilz als Dämmstoff? 

  • flexibel an wechselnde Sparrenabstände anpassbar
  • leicht
  • komprimierbar
  • einfach zu transportieren
  • Verarbeitung ohne Kleber
  • kann Wärme-, Schall- und Brandschutzanforderungen unterstützen
  • wenig Verschnitt
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • langlebig und formstabil bei fachgerechtem Einbau
  • nahtlose, fugenfreie Verlegung durch elastische Kanten

Welche Nachteile hat Klemmfilz als Dämmstoff? 

  • nicht druckfest
  • eignet sich nicht für belastete Flächen
  • Feuchte kann Dämmwirkung beeinträchtigen
  • benötigt einen passenden Feuchteschutz
  • Reizungen der Haut, Augen und Atemwege möglich
  • Fugen, Hohlräume oder gestauchte Bereiche bei unsachgemäßem Zuschnitt
  • Rückbau, Verpackung sowie Entsorgung sind anspruchsvoll
  • nicht für Außendämmung geeignet

Welche Vor- und Nachteile hat Klemmfilz als Dämmstoff?

VergleichskriteriumVorteilNachteil
Anpassungsfähigkeitpasst sich flexibel an unterschiedliche Sparrenabstände und Zwischenräume anungenauer Zuschnitt kann zu Fugen, Hohlräumen oder gestauchten Bereichen führen
Verarbeitungleichtes Material, einfach zu transportieren und mit geeignetem Werkzeug zuzuschneidenMineralfasern können Haut, Augen und Atemwege reizen
Befestigunghält durch die elastische Klemmwirkung ohne zusätzliche Befestigung im Gefachsichere Klemmwirkung hängt von einem präzisen Zuschnitt und fachgerechten Einbau ab
Wärmeschutzbietet bei passender Dicke und fachgerechter Verarbeitung eine gute Wärmedämmungtatsächliche Dämmwirkung hängt stark von Materialstärke, Einbauqualität und Bauteilaufbau ab
Schallschutzkann den Schallschutz von Bauteilen verbessernfür besonders hohe Schallschutzanforderungen meist nicht allein ausreichend
Feuchteverhaltenbleibt bei trockener Verarbeitung und fachgerechtem Feuchteschutz formstabil und funktionalFeuchtigkeit kann die Dämmwirkung beeinträchtigen und bei starker Durchnässung die Struktur sowie Klemmwirkung dauerhaft schädigen
Belastbarkeitgeeignet für nicht belastete Gefache wie Zwischenräume in Dach- und Wandkonstruktionennicht druckfest und daher nicht für belastete Flächen geeignet
Materialeinsatzdurch flexible Verarbeitung und gute Anpassbarkeit kann Verschnitt reduziert werdenverwinkelte Bereiche können den Zuschnitt aufwendiger machen
Kostengutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu vielen anderen Dämmstoffenzusätzliche Maßnahmen wie Feuchteschutz oder Luftdichtheitsebene können die Gesamtkosten erhöhen
Nachhaltigkeit und Lebensdauerbei fachgerechtem Einbau langlebig und formstabilRückbau, Verpackung und Entsorgung können aufwendig sein

Für welche Dämmprojekte ist Klemmfilz sinnvoll? 

  • Klemmfilz eignet sich für einen Dauchausbau, bei dem die Dämmung von innen zwischen den Sparren eingebaut wird und die Dacheindeckung intakt ist.
  • Leichte Trennwände, Vorsatzschalen und Deckenfelder können passend sein, wenn die Konstruktion trocken bleibt und der Dämmstoff nicht belastet wird. Im Steildach bietet die Methode den Vorteil, dass vorhandene Sparrenfelder genutzt werden und die Arbeiten raumseitig erfolgen können.
  • Bei Wohnraumerweiterungen im Dachgeschoss ist die Dämmung zwischen den Sparren meist ein naheliegender Schritt, sofern Statik, Feuchteschutz und Luftdichtheit geprüft sind.
  • Für reine oberste Geschossdecken kann Klemmfilz ebenfalls funktionieren, wenn er in eine geschützte Balkenlage eingelegt wird und keine Begehbarkeit erforderlich ist. Soll die Decke später begehbar bleiben, braucht es eine geeignete Unterkonstruktion oder einen anderen Dämmstoffaufbau. Förder- oder GEG-Ziele sollten immer über den gesamten U-Wert geprüft werden, nicht allein über die Materialstärke.
TIPP
Planen Sie die Elektroinstallation vor dem Einbau der Dampfbremse. Nachträgliche Kabeldurchführungen sind eine häufige Ursache für undichte Stellen und lassen sich mit einer Installationsebene deutlich besser vermeiden.

Wann ist Klemmfilz nicht geeignet? 

  • Flachdächer und Außendämmungmit erhöhtem Feuchterisiko: Nicht geeignete oder schlecht geschützte Konstruktionen benötigen eine druckfestere und speziell abgestimmte Dämmung.
  • begehbare oder belastete Flächen: Für Bodenplatten, Kellerböden, Terrassen oder Garagenböden ist Klemmfilz aufgrund seiner geringen Druckfestigkeit nicht geeignet.
  • feuchte Altbauten: Undichte Dächer, beschädigte Unterspannbahnen oder vorhandener Schimmel müssen fachgerecht behoben werden, bevor Sie im Altbau dämmen.
  • sehr geringe Sparrenhöhen: Reicht der verfügbare Platz nicht für die erforderliche Dämmstoffdicke aus, können Hochleistungsdämmstoffe mit besserer Dämmleistung bei geringerer Stärke sinnvoller sein.
  • Bauteile mit besonderen Anforderungen: Für besonders hohe Schall- oder Brandschutzanforderungen reicht Klemmfilz allein häufig nicht aus.


Was kostet Klemmfilz pro Quadratmeter?

DämmstoffdickeKlemmfilz WLS 035Klemmfilz WLS 032
120 mm8 bis 12 €/m²12 bis 16 €/m²
160 mm10 bis 15 €/m²16 bis 22 €/m²
200 mm13 bis 18 €/m²20 bis 28 €/m²
240 mm16 bis 22 €/m²24 bis 35 €/m²

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten von Klemmfilz?

  • Wärmeleitstufe (eine niedrigere Stufe bedeutet bessere Dämmwirkung und höhere Kosten)
  • Materialdicke (je dicker der Filz, desto teurer)
  • Materialart (Steinwolle ist meist teurer als Glaswolle, ökologische Stoffe besonders hochpreisig)
  • Hersteller

Ist Klemmfilz günstiger als andere Dämmstoffe?

Im direkten Vergleich gehört klassischer Klemmfilz aus Mineralwolle zu den kostengünstigsten Möglichkeiten, Gefache zu dämmen. Je nach Dämmstoffdicke ist das Material bereits für etwa 5 bis 25 Euro pro Quadratmeter erhältlich. Ökologische Alternativen liegen preislich meist höher. Lose Zellulose, die häufig als Einblasdämmung eingesetzt wird, kostet als reines Material etwa 15 bis 30 Euro pro Quadratmeter. Korkdämmplatten zählen zu den höherpreisigen Varianten und beginnen als Premiumprodukt meist bei rund 25 Euro pro Quadratmeter, können je nach Ausführung aber auch über 70 Euro pro Quadratmeter kosten. Lassen Sie am besten von einem Profi individuell beraten, um den Dämmstoff zu finden, der zu Ihrem Vorhaben passt. 

Ist eine Klemmfilz-Dämmung förderfähig?

Eine Dachdämmung mit Klemmfilz kann unter bestimmten Voraussetzungen staatlich gefördert werden. Je nach Sanierungsvorhaben kommen zinsgünstige Kredite, Zuschüsse oder steuerliche Vergünstigungen infrage.

Klemmfilz-Dämmung: Förderungen und Einsparmöglichkeiten in der Übersicht

KfW: Die KfW unterstützt umfassende energetische Sanierungen zum Effizienzhaus mit zinsgünstigen Krediten, wie dem Kredit Nr. 261 im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

BAFA: Für Handwerkerleistungen lassen sich außerdem 20 Prozent der Arbeitskosten, maximal 1.200 Euro pro Jahr, von der Einkommensteuer abziehen. Der Steuervorteil lässt sich jedoch nicht mit staatlichen Förderungen kombinieren.

steuerliche Einsparung: Alternativ können Sie energetische Sanierungsmaßnahmen steuerlich geltend machen. Für Handwerkerleistungen lassen sich außerdem 20 Prozent der Arbeitskosten, maximal 1.200 Euro pro Jahr, von der Einkommensteuer abziehen. Der Steuervorteil lässt sich jedoch nicht mit staatlichen Förderungen kombinieren. [2]

Informieren Sie sich vor der Beauftragung eines Fachbetriebs über die jeweiligen Fördervoraussetzungen. Förderanträge müssen in der Regel vor Beginn der Sanierungsarbeiten gestellt werden. Planungs- und Beratungsleistungen können jedoch bereits vor der Antragstellung beauftragt werden.[3]

HINWEIS
Förderprogramme, Fördersätze und Antragsbedingungen können sich jederzeit ändern. Informieren Sie sich daher vor Beginn der Maßnahme direkt bei den zuständigen Stellen über die aktuell geltenden Fördermöglichkeiten. Neben den staatlichen Förderstellen kann es sich zudem auch lohnen, wenn Sie sich nach regionalen Fördermöglichkeiten erkundigen.

Welche Probleme können bei Klemmfilz auftreten?

  • kalte Stellen an der Dachschräge: Lücken, Hohlräume oder eine ungleichmäßige Dämmung können die Dämmwirkung verringern.
  • Feuchtigkeit und Schimmel: Undichte Dachaufbauten oder eine fehlerhafte Luftdichtheitsebene können dazu führen, dass Feuchtigkeit in die Konstruktion gelangt.
  • beschädigte Luftdichtheitsebene: Bohrungen, Kabeldurchführungen oder Einbauleuchten müssen sorgfältig abgedichtet werden, damit keine warme Innenluft in die Dämmebene gelangt.
  • Wärmebrücken durch Sparren: Bei einer reinen Zwischensparrendämmung bleiben die Holzsparren thermisch schwächere Bereiche. Eine zusätzliche Untersparrendämmung kann diesen Effekt reduzieren.
  • Probleme bei älteren Dämmungen: Beim Rückbau älterer Mineralwolle können verstärkt Faserstäube entstehen. Geeignete Schutzkleidung und eine fachgerechte Entsorgung sind deshalb wichtig.

Eine sorgfältige Planung, ein passgenauer Einbau und ein intakter Dachaufbau helfen dabei, die häufigsten Probleme mit Klemmfilz zu vermeiden. Damit der Dämmstoff seine vorteilhaften Eigenschaften optimal entfalten kann, sollten Sie die Dämmarbeiten einem Fachbetrieb überlassen. Einen zuverlässigen Handwerksbetrieb finden Sie am besten, indem Sie mehrere Angebote aus Ihrer Region vergleichen und sich für das entscheiden, das Ihren Anforderungen hinsichtlich Qualität, Leistungsumfang und Preis am besten entspricht.

Wie lange hält Klemmfilz als Dämmung?

Fachgerecht eingebauter Klemmfilz hat eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten und kann bei optimalen Bedingungen bis zu 50 Jahre und länger funktionsfähig bleiben. Entscheidend für die tatsächliche Nutzungsdauer ist weniger das Alter des Materials als der Zustand des gesamten Dachaufbaus. Bleibt die Dämmung trocken, geschützt und frei von Beschädigungen, behält sie ihre Dämmwirkung langfristig bei.

Diese 5 Dinge sollten Sie beachten 

  1. Prüfen Sie vor dem Kauf die tatsächliche Sparrenhöhe. Nur wenn die Dämmstoffdicke zum vorhandenen Platz passt, kann der Klemmfilz ohne unnötiges Stauchen eingebaut werden.
  2. Planen Sie die Luftdichtheitsebene von Anfang an mit. Folien, Klebebänder und Anschlusskleber gehören zur Dämmung dazu und sollten nicht erst nach dem Zuschnitt ausgewählt werden.
  3. Lagern Sie Klemmfilz trocken und geschützt. Feuchtigkeit, Schmutz oder eine beschädigte Verpackung können die Verarbeitung erschweren und die spätere Dämmwirkung beeinträchtigen.
  4. Berücksichtigen Sie Dachfenster, Pfetten und Gauben bereits bei der Materialmenge. Solche Bereiche verursachen mehr Zuschnitt und können den Verschnitt erhöhen.
  5. Kontrollieren Sie den fertigen Aufbau vor der Innenverkleidung. Danach lassen sich verrutschte Dämmstücke, undichte Anschlüsse oder offene Randbereiche nur noch mit deutlich mehr Aufwand beheben.


Fazit

Klemmfilz ist ein bewährter Dämmstoff für die Zwischensparrendämmung und viele leichte Innenkonstruktionen. Seine Stärke liegt in der flexiblen Anpassung an Sparrenfelder, der einfachen Verarbeitung und den vergleichsweise niedrigen Materialkosten. Entscheidend für die Dämmwirkung sind jedoch nicht nur WLS und Dicke, sondern auch ein lückenloser Einbau und eine dauerhaft funktionierende Luftdichtheitsebene. Feuchtigkeit, ungenaue Schnitte und beschädigte Folienanschlüsse gehören zu den größten Risiken. Für trockene, gut zugängliche Dachräume ist Klemmfilz häufig eine wirtschaftliche Lösung. Bei feuchten, stark belasteten Außendämmungen sollten andere Dämmaufbauten oder eine fachliche Prüfung bevorzugt werden. Wer sorgfältig plant, passende Zusatzmaterialien einsetzt und den Dachaufbau vorab kontrolliert, kann mit Klemmfilz eine langlebige und wirksame Dämmung herstellen.


Hans Joachim Riechers, Hauptgeschäftsführer des Verbands für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V.

ÜBER UNSEREN EXPERTEN

Herr Dr. Hans-Joachim Riechers ist Hauptgeschäftsführer des VDPM, dem Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. Der Verband repräsentiert die führenden Hersteller von Fassadendämmsystemen, Außen- und Innenputzen, Mauermörtel und Estrich.

» Zum Dämmstoff Experten-Interview

Bildnachweis: Simone M. Neumann/VDPM


Klemmfilz: Häufig gestellte Fragen

Kann man Klemmfilz nachträglich ergänzen?

Klemmfilz kann nachträglich ergänzt werden, sofern der vorhandene Aufbau trocken, intakt und zugänglich ist. Häufig kommt dafür eine zusätzliche Untersparrendämmung zum Einsatz, um Wärmebrücken zu reduzieren. Dabei müssen die bestehende Dampfbremse und der gesamte Dachaufbau berücksichtigt werden, um Feuchteprobleme zu vermeiden.

Braucht Klemmfilz immer eine Dampfbremse?

Im ausgebauten Steildach ist eine fachgerecht geplante Luftdichtheitsebene in der Regel erforderlich. Ob dafür eine Dampfbremse, eine feuchtevariable Bahn oder eine andere Lösung geeignet ist, hängt vom Dachaufbau, der Nutzung und den Feuchtebedingungen ab. Besonders bei Altbauten sollte der Aufbau individuell geprüft werden.

Kann man Klemmfilz wiederverwenden?

Eine Wiederverwendung ist nur sinnvoll, wenn der Dämmstoff trocken, sauber, formstabil und frei von Schimmel oder Verunreinigungen ist. In der Praxis wird ausgebauter Klemmfilz häufig beschädigt, zusammengedrückt oder verschmutzt. Bei alter Mineralwolle kann außerdem die Entsorgung rechtlich und arbeitsschutztechnisch relevanter sein als eine Wiederverwendung.

Kann man Klemmfilz selbst anbringen?

Wenn Sie handwerklich erfahren sind, können Sie Klemmfilz selbst anbringen. Bei Feuchteschäden, Schimmel, unklarer Unterdeckung oder komplizierten Anschlüssen sollten Sie einen Fachbetrieb einbeziehen, um keine größeren Schäden zu riskieren.

Quellen

[1] Bundesamt für Justiz. „Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden* (Gebäudeenergiegesetz – GEG)“. Gesetze-im-internet.de, www.gesetze-im-internet.de/geg/anlage_7.html. Zugegriffen 8. Juli 2026.

[2] Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. „Kosten für Handwerker von der Steuer absetzen“. Vlh.de, Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V., www.vlh.de/wohnen-vermieten/eigentum/kosten-fuer-handwerker-von-der-steuer-absetzen.html. Zugegriffen 8. Juli 2026.

[3] „Dach dämmen mit staatlicher Förderung“. Kfw.de, www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Energieeffizient-Sanieren/Dachd%c3%a4mmung/. Zugegriffen 8. Juli 2026.

Über unsere*n Autor*in
Kathrina Haunfelder
Kathrina Haunfelder arbeitet als Redakteurin für Maler.org und erklärt Techniken, Materialien und Trends im Malerhandwerk verständlich. Ihr Studium in Technikjournalismus und Technik-PR schärfte ihren Blick für handwerkliche Prozesse und deren präzise Aufbereitung. Vor ihrem Studium absolvierte sie eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin, die ihre Ausdrucksstärke und sprachliche Präzision prägte. Nach ersten Erfahrungen als Werkstudentin baute sie ihre journalistische Laufbahn kontinuierlich aus. Heute verfügt sie über mehr als 5 Jahre Redaktionserfahrung und kombiniert fundierte Recherche mit Gesprächen mit Handwerksprofis und Verbänden. So entstehen Fachartikel, die technisches Wissen mit praktischen Tipps verbinden, für Maler ebenso wie für Endkunden.