Das Verputzen von Innenwänden, Decken oder der Fassade ist ein wichtiger Schritt bei der Renovierung oder dem Neubau eines Gebäudes. Der Putz dient dazu, eine glatte Oberfläche auf der Wand zu schaffen, kleine Unebenheiten auszugleichen und eine gleichmäßige Grundlage für weitere Arbeiten wie das Streichen oder das Anbringen von Fliesen oder Tapeten zu schaffen. Dabei können verschiedene Putzarten und Stile zum Einsatz kommen, die wiederum Einfluss auf den Preis haben.
- Wände verputzen: Kosten im Überblick
- Was kostet es, Wände zu verputzen pro Quadratmeter?
- Welche Faktoren beeinflussen die Gesamtkosten beim Verputzen?
- Wand verputzen: Die 4 Qualitätsstufen
- Welche Putzarbeiten sind notwendig?
- Wand verputzen lassen: Wird eine Dämmung benötigt?
- Wie viel kostet ein Maler?
- Wand verputzen Kosten berechnen
- Wand verputzen Kosten pro Quadratmeter: Beispielrechnung
- Diese 5 Dinge sollten Sie beachten
- Fazit
- Wände verputzen Kosten: Häufig gestellte Fragen
- Quellen
Alles auf einen Blick:
- Sie müssen Innenwände und Außenwände verputzen, denn das Auftragen von Putz sorgt für eine ebene Fläche auf der Wand und dient als Grundlage fürs Tapezieren oder Streichen.
- Die Kosten für das Verputzen richten sich unter anderem danach, wie viele und welche Putzschichten auf der Wand aufgetragen werden müssen. Auch die Art des Putzes kann sich auf den Preis auswirken.
- Die Kosten für das Verputzen einer Innenwand liegen bei 15 bis 50 Euro pro Quadratmeter und für eine Außenwand müssen Sie im Schnitt mit bis zu 80 Euro pro Quadratmeter rechnen.
- Nach dem Auftragen eines Fein- oder Strukturputzes müssen keine weiteren Wandbeläge wie Tapeten angebracht werden.
- Da es nicht nur kostspielig werden kann, sondern auch noch sehr unschön aussieht, wenn beim Verputzen der Wände etwas schief geht, empfiehlt es sich, diese Arbeiten von einem Profi durchführen zu lassen.
Wände verputzen: Kosten im Überblick
| Leistungsumfang | Kosten pro m² (Material & Arbeit) | Kosten pro 100 m² |
|---|---|---|
| Verputzen Innenwand (Standardputz, Material und Arbeit) | 15 bis 50 Euro | 1.500 bis 5.000 Euro |
| Verputzen Außenwand (Standardunter‑/Oberputz, Material und Arbeit) | 30 bis 80 Euro | 3.000 bis 8.000 Euro |
| Außenputz mit höherem Anspruch (robust, wetterfest, ggf. hochwertige Materialien, Material und Arbeit) | 40 bis 80 Euro | 4.000 bis 8.000 Euro |
| mineralische Putzarten | 15 bis 35 Euro | 1.500 bis 3.500 Euro |
| organische Putzarten oder Spezialputz | 20 bis 50 Euro | 2.000 bis 5.000 Euro |
| Dämmung (optional, Preis je nach System sehr unterschiedlich) | 50 bis 300 Euro pro Quadratmeter | 5.000 bis 30.000 Euro |
| Gerüstkosten (bei Außenfassade notwendig) | 5 bis 15 Euro | 500 bis 2.000 Euro |
| Zusatzarbeiten (Vorarbeiten wie Reinigung, Untergrundvorbereitung, Putz‑Sanierung) | 2 bis 15 Euro | 500 bis 1.500 Euro |
| Anfahrtskosten (pauschal, je nach Region und Entfernung) | pauschal je Auftrag | – |
Wenn es um das Verputzen von Wänden geht, kommt es stets auf die Flächengröße sowie die Qualität der verwendeten Materialien an. Informieren Sie sich am besten direkt bei einem Fachbetrieb und lassen Sie sich ein unverbindliches Angebot erstellen. Führen Sie idealerweise einen Kostenvergleich von 2 verschiedenen Malern in Ihrer Nähe durch und finden Sie so das beste Angebot für Ihren Auftrag.
Was kostet es, Wände zu verputzen pro Quadratmeter?
Die Gesamtkosten für das Verputzen von Wänden können zwischen 15 und 80 Euro pro Quadratmeter liegen, wobei die breite Preisspanne auf verschiedene Kostenfaktoren zurückzuführen ist. Zudem kommt es auch darauf an, ob eine Innenwand verputzt werden soll oder eine Hausfassade. In der Regel fällt der Arbeitsaufwand an einer Fassade mit 30 bis 80 Euro pro Quadratmeter deutlich höher aus, da hier entsprechende Vorarbeiten getroffen und robuste Materialien verwendet werden müssen, um den äußeren Einflüssen standzuhalten. Das Auftragen von Innenputz kostet im Vergleich 15 bis 50 Euro pro Quadratmeter.
Welche Faktoren beeinflussen die Gesamtkosten beim Verputzen?
- Materialkosten
- Putzart
- Malerkosten
- zusätzliche Arbeiten
- Qualitätsstufen
Materialkosten
Einer der entscheidenden Faktoren für die anfallenden Kosten sind die Materialkosten. Diese richten sich danach, welchen Putz Sie verwenden und in welcher Technik dieser angebracht werden muss. Ein einfacher Oberputz für Innenwände wird beispielsweise deutlich günstiger sein als ein Spezialputz wie beispielweise der Lehmputz, der bei denkmalgeschützten Gebäuden oft zum Einsatz kommt.
Malerkosten
Die Arbeitskosten setzen sich nicht nur aus den Faktoren Fachbetrieb und Region zusammen, sondern auch daraus, ob es sich um eine Innen- oder Außenwand handelt. Der Arbeitsaufwand, eine Fassade zu verputzen, fällt dabei höher aus, da hier ein Putzaufbau aufgebracht werden muss, um eine wasserresistente und langlebige Fassade zu schaffen. Zusätzlich können auch Anfahrtskosten berechnet werden.
Putzart
Es gibt verschiedene Verputzarten, egal, ob beim Innenputz oder beim Fassadenputz, die unterschiedlich teuer sein können. Die verschiedenen Putzarten sind unterschiedlich hinsichtlich Bindemittel, Zuschlagstoffen und Verputzstärke. So unterscheiden Handwerker beispielsweise zwischen organischen und mineralischen Putzarten. Gipsputz und Kunstharzputz gehören zu den organischen Putzarten. Mineralputze können beispielsweise Kalkputz, Lehmputz oder Kalk-Zement-Putz sein. Dazu kommt zum Beispiel noch die Alternative Silikatputz. Während Gips- und Lehmmörtel für den Außenbereich nicht geeingt sind, können ansonsten alle anderen Putzarten im Innen- sowie im Außenbereich angewendet werden. [1]
Diese Putzarten können verschieden teuer ausfallen, was daran liegt, dass unterschiedliche Vorarbeiten und Verputztechniken für die Oberflächen notwendig sind. Gipsputz ist beispielsweise deutlich günstiger als Kalkputz. Ganz besondere Spezialputze wie beispielsweise Baumwollputz können durchaus auch mehr kosten.
zusätzliche Arbeiten
Handelt es sich um eine umfangreiche Sanierung, ist es vermutlich auch notwendig, den alten Putz im ersten Schritt zu entfernen, was die Kosten entsprechend steigen lässt. Müssen zudem Schwachstellen im Mauerwerk oder in der Wand zuerst behoben werden, müssen Sie ebenfalls mit Mehrkosten rechnen. Lassen Sie sich von dem Profi Ihrer Wahl eine ausführliche Kostenaufstellung erstellen, damit Sie die Kalkulation für die unterschiedlichen Aufgaben nachvollziehen können.
Qualitätsstufen
Zu beachten ist zudem, dass der Putz zum Verputzen in unterschiedlichen Qualitätsstufen erhältlich ist. Q1 ist die niedrigste und damit auch die günstigste Stufe, während Q4 am hochwertigsten und gleichzeitig am kostspieligsten ist. Hierbei ist zu beachten, dass nicht jede Qualitätsstufe immer verwendet werden kann. Möchten Sie beispielsweise später Tapeten auf der Wand anbringen, ist in der Regel eine andere Qualitätsstufe beim Verputzen notwendig als etwa bei einem Sichtputz, der höchstens noch überstrichen wird und daher beste Qualität erfordert.
Wand verputzen: Die 4 Qualitätsstufen
| Qualitätsstufe | Beschreibung |
| Q1 | Einfacher Putz ohne Anforderung ans optische Ergebnis. Oft verwendet, um zum Beispiel bei Rigipsplatten die Stoßfugen zu schließen. Gut geeignet für die Weiterverarbeitung mit Fliesen oder Platten. |
| Q2 | Putz in Standardqualität. Sozusagen Grundverspachtelung nach Q1 sowie anschließendes Nachspachteln. Gut geeignet für das Auftragen von Raufaser, Wandbelägen aus Keramik oder Stein beziehungsweise für dekorative Oberputze. |
| Q3 | Hier handelt es sich um abgezogene Putze, für höhere Anforderungen an die Ebenheit. Der Untergrund eignet sich für fein strukturierte Wandbekleidungen, Oberputze auf Gipskartonagen oder dafür, den Putz streichen. |
| Q4 | Die Qualitätsstufe Q4 erfüllt die höchsten Anforderungen an verputzte Ebenheit. Der Untergrund eignet sich zum Beispiel für glatte oder strukturierte glänzende Wandbekleidungen. |
[2]
Welche Putzarbeiten sind notwendig?
Innenputz von Wänden ist um einiges günstiger als das Verputzen einer Decke. Im Vergleich zwischen Innen- und Außenputz, ist der Außenputz meist deutlich teurer, was in erster Linie daran liegt, dass zunächst eine Grundierung auf die Wandflächen aufgetragen werden muss, damit der Putz später besser haftet. Und auch zwischen Unter- und Oberputz gibt es preisliche Unterschiede.
Wie viel kostet es, eine Innenwände zu verputzen?
Die Materialkosten für das Verputzen von Innenwänden liegen im Schnitt bei 3 bis 6 Euro pro Quadratmeter, während die Arbeitskosten sehr individuell je nach Arbeitsaufwand sowie Fachbetrieb und Region variieren können. Die Gesamtkosten können hierbei im Schnitt zwischen 25 und 50 Euro pro Quadratmeter liegen.
| Leistung/Zustand der Wand | Kosten pro m² |
|---|---|
| einfache Innenwand mit normalem Untergrund | 15 bis 25 Euro |
| Innenwand mit mittlerem Aufwand (leichte Ausbesserungen, Unregelmäßigkeiten) | 20 bis 35 Euro |
| Innenwand bei gehobenem Anspruch (glatte Oberfläche, gute Qualität) | 25 bis 40 Euro |
| Innenwand (Spezialputz oder hochwertige Oberflächen, z. B. Feinputz) | bis ca. 50 Euro |
Wie viel kostet es, Außenwände zu verputzen?
Das Verputzen einer Außenwand ist mit mehr Vorbereitung und Arbeitsschritten verbunden. Für eine langlebige und schützende Fassade werden hierbei stets 2 Putzschichten aufgetragen, nämlich der Unterputz und der Oberputz. Hierfür sollten Sie im Schnitt etwa 25 bis 35 Euro pro Quadratmeter einkalkulieren. Zusätzliche Kosten können hinzukommen für das Mieten und den Auf-sowie Abbau eines Gerüsts. So steigt je nach Materialqualität der Gesamtpreis, sodass eine Preisspanne zwischen 30 und 80 Euro pro Quadratmeter entsteht.
| Leistung | Kosten pro m² |
|---|---|
| Unter- und Oberputz | 25 bis 35 Euro |
| Gerüstmiete | 5 bis 15 Euro |
| Standard-Außenputz (normaler Zustand der Wand) | 30 bis 50 Euro |
| Außenputz mit guter Qualität | 40 bis 65 Euro |
| Außenwand mit aufwendigem Putzverfahren oder höherwertigem Material | 50 bis 80 Euro |
Wand verputzen lassen: Wird eine Dämmung benötigt?
Wenn Sie den Putz erneuern, kann es zudem vorkommen, dass auch eine Wärmedämmung und Dämmstoffe am Haus, beispielsweise im Bereich der Fassade, angebracht werden soll. Diese kostet natürlich vor allem auf großen Flächen entsprechend mehr, da die notwendigen Dämmmaterialien gekauft werden müssen und der Untergrund entsprechend vorbereitet werden muss. Zudem muss die Dämmung fachgerecht angebracht werden. Die Preise liegen hier in einer Preisspanne von 50 bis 300 Euro pro Quadratmeter, je nachdem, um welches Material und welche Dämmart es sich handelt und welche Arbeiten notwendig sind.
Wie viel kostet ein Maler?
Auch der Arbeitslohn muss natürlich einberechnet werden. Dieser setzt sich normalerweise aus einem Stundenlohn sowie aus der Anzahl der Arbeiter zusammen. Je mehr Maler also notwendig sind, um zum Beispiel einen Innenputz durchzuführen und je länger diese hierfür benötigen, desto höher fallen die Malerkosten für Verputzen aus. Pro Handwerker sollten Sie mit einem Stundenlohn von 40 bis 60 Euro rechnen. Muss eine Decke verputzt werden, können die Preise pro Quadratmeter auch höher liegen.

Wie hoch die Preise für die Malerarbeiten ausfallen und welche Faktoren für die Berechnung wichtig sind, erfahren Sie in diesem Artikel.
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Wand verputzen Kosten berechnen
Wand verputzen Kosten pro Quadratmeter: Beispielrechnung
Um Ihnen eine Vorstellung von den Kosten zu geben, stellen wir Ihnen zwei Beispielrechnungen zur Verfügung. Für Innenputz und Außenputz an der Fassade. Die Fläche beträgt jeweils 50 Quadratmeter.
1. Verputzen einer Innenwand, 50 Qadratmeter
| Kostenfaktor | Preis |
|---|---|
| Untergrundvorbereitung, Risse ausbessern (5 bis 15 €/m²) | 250 bis 750 Euro |
| Unterputz (ca. 10 bis 20 €/m²) | 500 bis 1.000 Euro |
| Oberputz/Feinputz (ca. 5 bis 15 €/m²) | 250 bis 750 Euro |
| Gesamtkosten Innenwand | 1.000 bis 2.500 Euro |
Die Kosten variieren je nachdem, ob Sie Q1 oder Q4 verwenden. Bei Q4 liegen Sie schnell bei über 2.000 Euro.
2. Verputzen einer Außenwand, 50 Quadratmeter (Reihenhaus)
| Kostenfaktor | Preis |
|---|---|
| Gerüst inkl. Aufbau, Abbau und Standzeit (5 bis 15 Euro/m²) | 250 bis 750 Euro |
| Schutzabdeckung angrenzender Bauteile | 150 bis 400 Euro |
| Haftgrund/Tiefgrund (3 bis 6 Euro/m²) | 150 bis 300 Euro |
| Armierungsschicht mit Gewebe (10 bis 20 Euro/m²) | 500 bis 1.000 Euro |
| Kantenschutz/Gewebewinkel | 150 bis 300 Euro |
| Zwischenbeschichtung | 100 bis 250 Euro |
| Oberputz (z. B. Silikonharz, 10 bis 20 Euro/m²) | 500 bis 1.000 Euro |
| Gesamt | 1.800 bis 4.000 Euro |
Die tatsächlichen Kosten können abweichen, abhängig zum Beispiel davon, welchen Putz Sie verwenden oder ob ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) angebracht werden soll. Möglicherweise müssen Sie auch noch ein altes WDVS entfernen und entsorgen lassen. Zudem hängt es auch davon ab, wie viele Fenster und Fensterlaibungen oder andere Vorsprünge an der Fassade Sie verputzen möchten. Es ist unbedingt ratsam, egal, welche Arbeiten von Handwerkern durchgeführt werden sollen, sich vorab mehrere Angebote einzuholen und diese gut zu vergleichen. Dabei sollten Sie allerdings nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf die Erfahrung und eventuelle Referenzen.
Diese 5 Dinge sollten Sie beachten
- Die Kosten für Außenputz liegen deutlich höher als für Innenputz, da hier besonders witterungsbeständige Materialien und zusätzliche Arbeitsschritte und Vorbereitungen wie Gerüstaufbau erforderlich sind. Klären Sie daher von Anfang an, welche spezifischen Anforderungen Ihr Projekt hat.
- Frischer Putz benötigt je nach Material und Schichtstärke mehrere Tage bis Wochen zum vollständigen Durchtrocknen. Planen Sie nachfolgende Gewerke wie Maler, Fliesenleger oder Bodenleger erst nach ausreichender Trocknungszeit ein, um Schimmel und Risse zu vermeiden.
- Prüfen Sie die Notwendigkeit einer Armierung, denn bei Rissen oder stark beanspruchten Flächen kann ein entsprechendes Armierungsgewebe sinnvoll sein. Dies verursacht zwar Mehrkosten, verhindert aber langfristig neue Rissbildungen und spart teure Nachbesserungen.
- Bachten Sie den Unterschied zwischen Verspachteln und Verputzen, denn während beim Verspachteln nur gezielte Bereiche an der Wand geglättet oder ausgebessert werden, wird beim Verputzen die komplette Wandfläche mit einer gleichmäßigen Putzschicht versehen. Dadurch entstehen höhere Materialmengen und längere Arbeitszeiten, was sich deutlich auf die Gesamtkosten auswirkt.
- Das Entfernen und Entsorgen von altem, beschädigtem Putz kann zusätzliche Kosten verursachen, die nicht immer im ersten Angebot enthalten sind. Lassen Sie sich diese Position separat ausweisen, um böse Überraschungen bei der Endabrechnung zu vermeiden.
Fazit
Die Kosten für das Verputzen einer Wand richten sich vor allem nach dem gewählten Material sowie nach dem Umfang der anfallenden Arbeiten. Auch die zu verputzende Fläche spielt eine entscheidende Rolle, denn je größer diese ist, desto mehr Zeit wird der Profi benötigen. Damit die Preise Ihr Budget nicht unkontrolliert übersteigen, sollten Sie vor den anstehenden Putzarbeiten verschiedene Angebote einholen und diese miteinander vergleichen. Achten Sie vor allem darauf, dass alle notwendigen Leistungen berücksichtigt worden sind.
Wände verputzen Kosten: Häufig gestellte Fragen
Welcher Putz eignet sich am besten für welchen Raum?
Für Feuchträume wie Badezimmer und Küchen empfiehlt sich Kalkputz oder Kalk-Zement-Putz, da diese Materialien feuchtigkeitsregulierend wirken und Schimmelbildung vorbeugen. In Wohnräumen sind Gipsputze beliebt, da sie ein angenehmes Raumklima schaffen und sich leicht verarbeiten lassen. Für den Außenbereich sollten Sie ausschließlich witterungsbeständige Mineralputze oder Kunstharzputze verwenden. Die Materialwahl beeinflusst die Kosten erheblich – Gipsputz ist meist günstiger als Kalkputz.
Was ist der Unterschied zwischen ein-, zwei- und dreilagigem Putzaufbau?
Beim einlagigen Putz wird nur eine Schicht aufgetragen und reicht in Innenräumen in der Regel für einen ebenen Untergründe aus. Der zweilagige Aufbau besteht aus Unterputz (Ausgleichsschicht) und Oberputz (Feinschicht) und ist der Standard für das Verputzen von Außenfassaden, kann aber für einen stabilen Aufbau auch im Innenraum angewendet werden. Der dreilagige Aufbau mit zusätzlichem Spritzbewurf wird bei stark saugenden oder unebenen Untergründen eingesetzt und verursacht die höchsten Kosten. Je mehr Lagen erforderlich sind, desto höher fallen Material- und Arbeitskosten aus.
Kann ich auf alten Putz einfach neuen Putz auftragen?
Das hängt vom Zustand des Altputzes ab. Ist dieser fest, trocken und frei von Rissen oder Hohlstellen, kann nach gründlicher Reinigung und Grundierung oft direkt überputzt werden. Bei hohlen Stellen, Feuchtigkeit oder stark beschädigtem Putz muss der Altputz jedoch vollständig entfernt werden. Andernfalls haftet der neue Putz nicht dauerhaft und es entstehen schnell neue Schäden. Eine professionelle Bestandsaufnahme durch einen Fachbetrieb ist hier ratsam, um teure Fehlentscheidungen zu vermeiden.
Quellen
[1] Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e. V. „LEITLINIEN FÜR DAS VERPUTZEN VON MAUERWERK UND BETON“. Ziegel.de, www.ziegel.de/sites/default/files/2023-03/Merkblatt-Leitlinien-2022.pdf. Zugegriffen 10. Dezember 2025.
[2] Bundesverband der Gipsindustrie e. V. Industriegruppe Baugipse. „Putzoberflächen im Innenbereich“. Gips.de, www.gips.de/fileadmin/user_upload/download/merkblaetter/baugipse/merkblatt03_putzoberflaechen_innenbereich.pdf. Zugegriffen 10. Dezember 2025.